Wasser für die Wildtiere – Feuerwehr unterstützt örtliche Jäger

Gemeinschaftsprojekt von Jagd und Freiwilliger Feuerwehr um Wehrführer Ulrich Hofmann (rechts): neue Wasserstellen für die einheimischen WildtiereFoto: privat

Falkenstein (kw) – Die anhaltende Hitze und Trockenheit setzen der heimischen Tierwelt zunehmend zu. Mit einer spontanen Hilfsaktion haben örtliche Jäger und die Freiwillige Feuerwehr Falkenstein jetzt für Linderung gesorgt.

Wer derzeit durch den Wald geht, bekommt beinahe den Eindruck, der Herbst sei bereits eingekehrt. Trockenes Laub bedeckt vielerorts den Waldboden, an zahlreichen Bäumen zeigen sich deutliche Spuren der anhaltenden Trockenheit. Besonders dramatisch ist die Situation an den natürlichen Wasserstellen: Bäche, Tümpel und Rückhaltebecken sind teilweise vollständig ausgetrocknet.

Nicht nur die Pflanzenwelt leidet unter dem Wassermangel. Auch für die heimischen Wildtiere wird die Situation zunehmend schwierig. Auf Aufnahmen von Wildkameras ist zu erkennen, dass einzelne Tiere bereits deutlich geschwächt wirken. Besonders betroffen sind säugende Muttertiere, deren Wasser- und Nahrungsbedarf in dieser Zeit besonders hoch ist. Gleichzeitig werden vermehrt ehemalige Muttertiere beobachtet, die augenscheinlich ihren Nachwuchs verloren haben – ein trauriges Bild der Auswirkungen der anhaltenden Trockenheit.

Um den Tieren zumindest an einigen Stellen eine zusätzliche Möglichkeit zur Wasseraufnahme zu bieten, haben örtliche Jäger Wasserstellen eingerichtet. Stadtbrandinspektor Stefan Freund sagte am Samstag spontan seine Unterstützung zu und organisierte Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Falkenstein. Im Rahmen einer Kontrollfahrt durch den Wald wurden daraufhin vier zusätzliche Wasserstellen eingerichtet. Insgesamt konnten dabei mehr als 1.000 Liter Wasser in besonders trockenen Bereichen in geeigneten Wannen für die Wildtiere bereitgestellt werden.

Ein besonderer Dank der örtlichen Jäger um Ralf Kulke gilt neben Stadtbrandinspektor Stefan Freund auch den Feuerwehrkameraden Ulrich Hofmann, Kai Matern und Paul Berkei, die auch am Samstagnachmittag bei der zusätzlichen Wasserverteilung halfen. Gemeinsam mit Kulke konnte das Wasser während der Kontrollfahrt an den vorgesehenen Stellen ausgebracht und deponiert werden.

Die Unterstützung soll auch über die aktuelle Aktion hinaus bestehen bleiben. Die Freiwillige Feuerwehr erklärte sich bereit, bei kommenden Übungen oder Kontrollfahrten bei Bedarf die aufgestellten Wasserwannen erneut aufzufüllen.

Zum Schutz der Wildtiere und um die Annahme der Wasserstellen nicht zu stören, ruht die Jagd an diesen Stellen selbstverständlich. Auch Spaziergänger werden gebeten, die eingerichteten Wasserstellen zu meiden und den Tieren dort die notwendige Ruhe zu lassen.

Die gemeinsame Aktion zeigt, wie unkompliziert und wirkungsvoll Hilfe für die Natur aussehen kann. Auch jeder Gartenbesitzer kann die heimische Tierwelt während der Trockenheit unterstützen: durch Tränken für die Vögel und kleine Säugetiere wie Igel und Eichhörnchen, die ebenfalls auf der Suche nach Wasser sind.



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