ALK zur Kommunalwahl: unzufrieden, aber voller Tatendrang

Königstein (kw) – Aus Niederlagen schöpft man Kraft und Energie, so heißt es. Dies ist zumindest der Standpunkt der (noch) Fraktionsvorsitzenden der Aktionsgemeinschaft Lebenswertes Königstein (ALK), Runa Hammerschmitt und Nadja Majchrzak.

Zwei Wahlperioden lang war die ALK die stärkste Fraktion im Königsteiner Parlament. Zuvor war sie seit ihrer Gründung vor 45 Jahren immer zweitstärkste Fraktion gewesen. „Die jüngste Kommunalwahl war ein kleiner Rückschlag“, so Hammerschmitt und Majchrzak. Nichtsdestotrotz habe die ALK als nun zweitstärkste Fraktion große Unterstützung von vielen Königsteinerinnen und Königsteinern erfahren. Das dürfe nicht vergessen werden. Die ALK ist für jede Stimme dankbar.

Dass sich die Wählergemeinschaft so lange und mit dieser Stärke halte, liege an den Themen in unserer Stadt. Etablierte Parteien wie CDU, SPD, die Grünen und FDP haben es da leichter bzw. bisweilen auch schwerer, denn sie werden vom Großteil der Wählerinnen und Wähler auch auf kommunaler Ebene für ihre Arbeit im Bund belohnt oder bestraft.

Zu einfach, so die Fraktionsspitze, sei daher die Behauptung, dass das Thema Innenstadtgestaltung bei den Bürgerinnen und Bürgern ausschlaggebend für die Wahl gewesen sei. Viele Königsteinerinnen und Königsteiner wählen die Partei, die sie kennen und interessieren sich nur beiläufig für das kommunale Geschehen. Klar sei deshalb auch, dass die ALK immer mehr auf sich aufmerksam machen müsse als die bundesweit agierenden Parteien. Die Bevölkerung in Königstein unterliegt einer hohen Fluktuation. Neubürgerinnen und -bürger für die Königsteiner Themen zu interessieren, sei das erklärte Ziel und Mandat der Aktionsgemeinschaft. Dies erfordere allerdings kontinuierliches Engagement und regelmäßiges Erscheinen in den Medien.

Der diesjährige Wahlkampf der ALK fokussierte sich vor allem auf die Faktenlage. Visionen einer schönen Zukunft und typische Wahlkampfslogans seien ansprechender als unangenehme Themen, wie Königsteins Schulden, überteuerte städtische Projekte und Fehlinvestitionen. Deshalb habe die ALK immer wieder und ganz besonders in der aktuellen Situation eine grundlegende Umorientierung der städtischen Politik bei den Königsteiner Kernthemen gefordert.

Die ALK werde auch weiterhin als gewichtige Stimme für Königstein und seine Bürgerinnen und Bürger eintreten. Denn in der Aktionsgemeinschaft seien ausschließlich ehrenamtlich tätige Menschen aktiv, denen es nicht um persönliche Interessen, sondern das Gemeinwohl gehe. Königsteins Gesicht als „l(i)ebenswerte“ Kleinstadt zu erhalten und die Stadt behutsam und mit klarem Blick auf das finanziell Machbare zu entwickeln – dies bleibe eine der Maximen der ALK. In dieser Richtung, so Majchrzak und Hammerschmitt, werde die ALK auch weiterhin im Gespräch mit den Menschen in der Kernstadt und den Stadtteilen bleiben. „Unser Engagement ist ungebrochen,“ so das Fazit aller jetzigen und zukünftigen Mandatsträger.



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