Ausrufezeichen der „Bergziegen“: Sieg für Maren Zimberlin

Links neben der Siegerin Maren Zimberlin steht ihr Freund Wilfred Uunk (der Niederländer ist seit 2017 im Team), rechts daneben Daniel Schorr. Foto: privat

Königstein (kw/pu) – Nur wenige Tage sind seit der Titelgeschichte in der Königsteiner Woche über das als Verein durchstartende „Team Bergziegen RSG Königstein“ vergangen und dessen Ankündigung, an bisherige herausragende Leistungen mit Podestplätzen anknüpfen beziehungsweise nach Möglichkeit noch eins draufsetzen zu wollen. Zum damaligen Zeitpunkt hatten die Radrennfahrer vor allem die am 1. Mai stattfindende ŠKODA Velotour (das Jedermann-Rennen) beim Klassiker „Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt“ im Blick.

Dabei ging unter anderem erneut Maren Zimberlin an den Start, die letztes Jahr bei „Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt“ als Bergkönigin Platz 3 belegte. Und die „Bergziegen“ ließen ihren Worten Taten folgen, wie Erster Vorsitzender Daniel Schorr voller Stolz berichtet. Um es vorweg zu nehmen: die mit Ambitionen gestartete Maren Zimberlin (aus Utrecht in den Niederlanden, aktuell wohnhaft in Nürnberg und seit 2015 im Team Bergziegen) gab letztendlich wie von ihr erhofft den übrigen 213 teilnehmenden Damen das Nachsehen und gewann das 87-Kilometer-Rennen mit 1.450 zu bewältigenden Höhenmetern. Im Gegensatz zur 100-Kilometer-Strecke fehlte nur der Mammolshainer Berg, ansonsten war die Strecke identisch zur Velotour Classic.

Für die Jedermann-Fahrerinnen und -Fahrer gab es insgesamt vier verschiedene Distanzen zur Auswahl: die Velotour Classic (100 Kilometer), Velotour Express (87 Kilometer), Velotour Skyline (40 Kilometer) und Velotour Ride (40 Kilometer – ohne Zeitmessung). Die ŠKODA Velotour feierte dabei in diesem Jahr einen neuen Teilnehmer-Rekord. Die unterschiedlichen Strecken der Jedermann-Veranstaltung lockten über 6.300 Hobbyradsportler. Für die Rennleiter und Teilnehmer ein rundum gelungenes Event.

Rennverlauf

Die Niederländerin nahm schon zum 4. Mal an der Skoda Velotour Eschborn-Frankfurt teil. „Das Rennen liegt mir im Allgemeinen gut, denn der Feldberg ist mit seinen Höhenmetern, der Länge und der durchschnittlichen Steigung ideal für Bergfahrerinnen wie mich“, schildert sie ihre Eindrücke. Die Wetterbedingungen seien im Gegensatz zu den Vorjahren optimal gewesen.

Es gelang ihr, gemeinsam mit Teammitgliedern bis zum Feldberg in einer schnellen Gruppe mitzufahren. „Der Berg war natürlich sehr anstrengend und ich habe versucht, gleichmäßig zu fahren, um nicht direkt in den roten Bereich zu kommen und einzubrechen“, skizziert sie ihren Rennverlauf. Das zahlte sich aus, nach dem Berg konnte sie dann dank ihrer Teammitglieder Daniel Schorr und ihrem langjährigen Freund Wilfred Uunk ein sehr hohes Tempo fahren und den Vorsprung auf die Zweitplatzierte vergrößern. Zimberlin: „Obwohl ich versucht habe, mich so gut es ging im Windschatten der anderen zu verstecken, war es wegen der hohen Geschwindigkeit nicht leicht und wirklich anstrengend. Trotzdem hat es Spaß gemacht! Vor allem das Teamwork und der Fakt, dass man mit genügend Rücksicht zueinander zusammen etwas erreichen kann.“ Die Niederländerin bezeichnet Eschborn-Frankfurt als „sehr tolles Event, mit schöner Strecke durch den Taunus, vielen, ambitionierten Teilnehmerinnen und Teilnehmern und einer tollen Siegerzeremonie.“ Letztes Jahr war sie, wie berichtet, 3. im 87-Kilometer-Rennen. Diesen Platz belegte sie außerdem bei der Erzgebirgstour und dem Dreiländergiro.

Reaktionen des Vereinsvorstands

Der Erste Vorsitzende des „Team Bergziegen RSG Königstein e.V.“, Daniel Schorr, verleiht seiner großen Freude über den gelungenen Coup Ausdruck. „Vor genau einem Jahr haben wir uns vorgenommen, dieses Jahr um den Sieg auf der 87-Kilometer-Strecke mitzufahren. Dafür haben Maren, Wilfred und ich gemeinsam im Schwarzwald an langen Anstiegen trainiert, das Fahren in der Gruppe optimiert und unsere Trainingspläne so angepasst, dass wir am 1. Mai auf den Punkt fit waren, um Maren zu unterstützen.“ Auch die anderen aus dem Team hätten die spätere Gewinnerin motiviert und sie unterstützt. „Dass dann wirklich alles so gekommen ist, wie wir es uns gewünscht haben, ist natürlich traumhaft. Bei so einem großen Radsport-Event kann so viel passieren. Man kann einen Platten bekommen, sich nicht ausreichend verpflegen, andere technische Defekte am Rad erleiden oder gar in einen Sturz verwickelt werden. Umso größer war die Erleichterung, als wir im Ziel waren und sahen, dass Maren gewonnen hat. Wir sind überglücklich und sind sehr stolz auf sie!“

Auch alle anderen Fahrerinnen und Fahrer aus dem Team seien „super“ gefahren. „Wir hatten außerdem Teammitglieder an den Anstiegen positioniert, die uns mit Trinkflaschen und Gels versorgt haben. Das war eine wirklich tolle Teamleistung!“

Vom Zweiten Vorsitzenden, dem Königsteiner Tindaro Orifici, liegt ebenfalls ein Statement vor: „Wir haben darauf hingearbeitet, dass wir am 1. Mai den Gesamtsieg holen und jetzt haben wir es endlich geschafft. Dass wir gewonnen haben, liegt auch daran, dass wir ein starkes Team sind, unsere Fahrerinnen und Fahrer gut auf die Rennen vorbereiten und uns entsprechend vor den Gegnern nicht verstecken müssen. Königstein kann stolz darauf sein!“

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