Königstein (kw) – „Jauchzet Gott in allen Landen“ (BWV51) ist eine der wenigen Kantaten von Johann Sebastian Bach, die nicht speziell für einen bestimmten Sonntag im Jahr konzipiert waren, sondern die „in ogni tempo“ – also zu jeder Zeit – musiziert werden konnten. Dabei passt dieses musikalisches Lob über Gottes Ehre eben auch sehr gut zum Pfingstfest. An diesem 50. Tag nach Ostern kommt der heilige Geist auf die Erde zu den Menschen, was einhergeht mit der berühmten Geschichte der Zungenrede. In der christlichen Tradition wird dieser Tag als Gründungstag der Kirche verstanden. Das ist ein guter Grund, mit Bach gemeinsam „Jauchzet Gott in allen Landen!“ zu rufen.
So erklingt am Pfingstsonntag diese virtuose und anspruchsvolle Kantate im Kantatengottesdienst um 11 Uhr in der evangelischen Immanuelkirche in Königstein. Trotz des festlichen Textes verzichtet Bach auf eine große Orchesterbesetzung und einen Chor. Zum Lob Gottes reicht ihm in dieser Kantate eine virtuose Sopranstimme und der festliche Glanz einer ebenso virtuosen Solo-Trompete. Zum tieferen Verständnis des Werkes ist der Text der Kantate Gegenstand der Predigt. Pfarrerin Katharina Stoodt-Neuschäfer wird dabei die Entstehung des Textes und die Bedeutung für unser Leben heute erläutern.
Als Vokalsolistin singt Sabine Goetz (Sopran) im Zusammenspiel mit Florian Balzer (Solo-Trompeter der Bochumer Symphoniker). Sie werden begleitet vom Königsteiner Kantatenorchester unter der Leitung von Michael Muche. An der Orgel begleitet Kantor Carmenio Ferrulli den Gottesdienst. Pfarrerin Katharina Stoodt-Neuschäfer hält die Predigt.