Kommunalwahl: CDU auch in Hessen vorne

Die Sitzverteilung im künftigen Kreistag Bad Homburg (Mehrheit: 36 Sitze) Foto: votemanager

Hessen (kw) – Die CDU ist bei der Kommunalwahl in Hessen am 15. März landesweit stärkste Partei geworden. Sie konnte ihr landesweites Ergebnis von vor fünf Jahren steigern. Auf Platz zwei folgte die SPD vor der AfD, den Grünen und der Linken. Alle anderen Parteien blieben unter der – bei Kommunalwahlen allerdings nur theoretisch interessanten – Fünf-Prozent-Marke.

Die CDU kommt nach Auszählung aller Stimmbezirke bei der Kommunalwahl auf 29,8 Prozent der Stimmen. Das teilte das Statistische Landesamt (HSL) am Freitag in seinem vorläufigen Ergebnis mit. Die Regierungspartei verbuchte damit einen Gewinn von 1,3 Prozentpunkten im Vergleich zur Kommunalwahl 2021. Auf den weiteren Plätzen folgen SPD (20,8/-3,2), AfD (14,8/+8,0), Grüne (14,0/-4,4) und Linke (5,7/+1,7). Die FDP (3,9/-2,8) blieb unter fünf Prozent, genauso wie die Freien Wähler (3,7) und Volt (2,0). Das Ergebnis bezieht sich auf alle Wahlgebiete, nicht aber auf alle Kommunen. Das HSL zieht die Ergebnisse der Landkreis und der kreisfreien Städte zur Berechnung heran.

Endergebnis der Kreiswahl

Bei der Kreiswahl im Hochtaunuskreis ist die CDU erneute die stärkste Kraft geworden. Die Partei von Landrat Ulrich Krebs erreichte 36,91 Prozent der Stimmen (+1,8 Prozentpunkte). Auf dem zweiten Platz folgten erneut die Grünen mit 17,95 Prozent, allerdings mit erheblichen Verlusten von 5,1 Punkten. Platz drei ging an die SPD mit 12,30 Prozent (-1,4). Dahinter folgten AfD mit 11,04 Prozent (+5,1), die FDP mit 7,45 Prozent (-3,7), die FWG Hochtaunus (5,63/-1,4), Die Linke (3,86/+0,9) und Volt (2,91/-)

Neben der Fortführung der bisherigen Koalition aus CDU, SPD und FWG wären – unter den realistischen Kombinationen – auch eine schwarze Ampel oder ein schwarz-grünes Zweierbündnis möglich. Für die Mehrheit von 36 Stimmen im Kreistag würde einem Bündnis aus CDU und SPD ein Sitz fehlen.

Gewählt wurden aus Königstein Annette Hogh, Alexander Hees (beide CDU), Frank Bücken (AfD), Patricia Peveling, Fanny Sackis (beide Grüne), Ascan Iredi (FDP), Fiona Byrne (Volt) und Tina Blome, die bei der SPD nachrückt, weil Andrea Pfäfflin bereits für den Kreisausschus nominiert wurde. Alt-Bürgermeister Leonhard Helm hat den Wiedereinzug knapp verpasst.

Aus Glashütten ziehen Dorothee Woschnagg und Bürgermeister Thomas Ciesielski (beide CDU) in den Kreistag ein. Alle Namen stehen unter dem Vorbehalt, dass die Mandate auch angenommen werden.



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