Migräne - und Kopfschmerzklinik Königstein baut Versorgungsangebot aus

Königstein (kw) – Die Migräne- und Kopfschmerzklinik baut ihr stationäres Versorgungsangebot aus und führt in diesem Jahr weitere Akutgruppen für Kassen- und Privatpatienten ein. Auch ambulant erhalten Patientinnen und Patienten ein erweitertes Versorgungsangebot. Hintergrund des Ausbaus ist die große Patientennachfrage und zunehmend lange Warteliste der Klinik.

Als deutschlandweit einzigartiges Kompetenzzentrum für die Therapie schwerer Migräne- und Kopfschmerzfälle nehme der Versorgungsdruck auf die Klinik seit Jahren stark zu, erläutert der Vorsitzende des Klinikbeirats, Vincent Sternberg. Zum Ausbau der Versorgung hat die Klinik nun das ärztliche Team aufgestockt.

Neurologie aufgestockt

„Wir haben uns entschieden, diesen Schritt zu gehen, um unsere Wartezeiten bis zur Aufnahme erheblich zu reduzieren und somit schneller helfen zu können. In Zeiten, in denen sich viele stationäre Schmerzkliniken zurückziehen, ist es uns wichtig, dem immer größer werdenden Patientenandrang mit einem maßgeschneiderten Versorgungsangebot zu begegnen“, so Sternberg.

Die 1977 als erste deutsche Kopfschmerzklinik gegründete Klinik setzt auf ein integriertes Versorgungsangebot von der Ambulanz über die stationäre Vorsorge, die Akuttherapie bis hin zur Rehabilitation. Patientinnen und Patienten werden dabei multimodal – das heißt, von einem interdisziplinären Team aus Ärzten, Psychotherapeuten und Physiotherapeuten – behandelt.

„Auf Versorgungsebene besteht weiterhin eine riesige Diskrepanz zwischen der Häufigkeit der Volkskrankheiten Kopfschmerzen und Migräne und deren leitliniengerechter Therapie. Nicht selten geraten Patientinnen und Patienten in eine Spirale von krankheitsbedingtem Rückzug, Schmerzmittelübergebrauch, Arbeitsunfähigkeit, Stigmatisierung und Ärztehopping, weil es an klaren Diagnosen und korrekter Behandlung fehlt“, so die Neurologin Dr. Caroline Jagella, Chefärztin der Migräne- und Kopfschmerzklinik Königstein.

Neben dem Ausbau der stationären Akuttherapie nimmt sich die Königsteiner Klinik seit Dezember 2025 auch des Ausbaus ihrer Privatambulanz an. „Eine Vielzahl der Patienten, die sich bei uns vorstellt, ist ambulant noch nicht neurologisch ausdiagnostiziert. Um in unserer Klinik aufgenommen zu werden, müssen verschiedene Krankheitsbilder ausgeschlossen werden. Gleichzeitig muss der stationären Therapie immer bereits ein ambulanter Therapieversuch vorangegangen sein“, erklärt Sternberg. Insbesondere Patienten, die ambulant ansonsten nur schwierig einen Termin erhielten, könne durch den Ausbau der Privatambulanz schnell geholfen werden.



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