Noch kein neuer Vorstand – Burgverein wackelt

Königstein (as) – Das amtierende Präsidium des Burgvereins hatte im vergangenen Dezember angekündigt, geschlossen zurücktreten zu wollen. Als Hauptgründe gelten die drastisch gestiegenen Auflagen für die Durchführung des Burgfestes, zusätzlich verstärkt durch das bedrohliche Gedränge vor allem durch Jugendliche am Eingangstor am Burgfestfreitag 2025 und die Aussicht, eine solche Situation auch weiterhin nicht ausschließen zu können. Damit galt das Burgfest 2026 quasi bereits als abgesagt, bevor auf der Jahresmitgliederversammlung am Montagabend im Haus der Begegnung der Versuch unternommen werden konnte, ein neues Präsidium zu wählen. Doch trotz der Bemühungen im Vorfeld und des Vermittlungsgeschicks von Wahlleiter Leonhard Helm gelang es nicht, unter den knapp 50 Anwesenden, darunter viele Mitglieder, mehr als eine Kandidatin für ein neues Präsidium zu finden. Lediglich Bianca Peters meldete sich für das Amt der Protokollführerin und wurde als Nachfolgerin von Alexander Hees einstimmig gewählt. Der Rest des Führungsteams um Präsidentin Birgit Becker bleibt damit kommissarisch im Amt. Becker kündigte an, noch vor den Sommerferien eine außerordentliche Mitgliederversammlung einzuberufen, um erneut eine Wahl zu versuchen. Zeit für die Mitglieder und alle Freunde des Burgvereins, sich zu überlegen, ob man sich nicht doch noch mit Ideen oder personell einbringen möchte in dieser für den Verein und den Erhalt einer großen Königsteiner Tradition entscheidenden Phase. Der Burgverein sei weit mehr als die „Party oben auf der Burg“, war der Konsens am Abend. Ein Szenario verheimlichte Birgit Becker nicht: Schlimmstenfalls müsse der Verein aufgelöst werden, wenn bei der nächsten Sitzung erneut kein Durchbruch bei der Besetzung der Ämter gelinge.

Mit dem Präsidium bleibt auch Burgfräulein Málva I. als wichtige Repräsentantin der Vereins wie der Stadt Königstein weiter im Amt. Am Sonntag beim Benefizlauf wird sie den nächsten Auftritt haben – in royaler Robe. So wie man es in Königstein seit 72 Jahren gewohnt ist und eigentlich auch nicht missen möchte. Ausführlicher Bericht folgt



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