Oktober 2024: Halloween überstrahlt die Stadt, in Falkenstein erstrahlt das Alte Rathaus

Außerordentliche Mitgliederversammlung des Vereins für Heimatkunde Königstein: Die Beziehungen zwischen dem Verein und der Stadtverwaltung – beide lagen länger im Clinch, was in der Kündigung der Museumsräumlichkeiten im Alten Rathaus durch die Stadt gipfelte, die es als Standesamt nutzen möchte –, scheinen sich zu normalisieren. Die Kommune prüft einen Standort für ein künftiges „städtisches“ Stadtmuseum, dort könnte die Museumssammlung des Vereins als Dauerleihgabe mit einziehen. Der Verein treibt derweil weiter sein „digitales Museum“ voran und bringt im Dezember auch eine große Ausstellung „Haus der Länder – Villa Rothschild“ im Kontext mit 75 Jahre Grundgesetz in der Hubert-Faßbender-Anlage auf den Weg.

Die Evangelische Lukasgemeinde Glashütten feiert am 6. Oktober einen Begrüßungsgottesdienst mit und für ihren neuen Pfarrer Michael Stichling, der nach nur kurzer Vakanz die Stelle von Jennifer Bücher für zunächst drei Jahre übernimmt.

Mammolshain feiert am ersten Oktoberwochenende seine Jubiläumskerb – der Kerbeverein wird 30 Jahre alt. Die Kerbeborsch und -mädels und ihre fleißigen Helfer lassen sich weder vom Stromausfall beim Baumstellen noch von der auf Mitternacht vorgezogenen Sperrstunde die Laune verderben. Sie feiern mit DJ Fade, der Krifteler 3stigkeit und Alleinunterhalter Jörg Ratz in und an der Halle von Getränke Elzenheimer. Und das spektakuläre Karrenrennen rund um den Bornplatz wird nicht nur von vielen Zuschauern, sondern auch von strahlendem Sonnenschein begleitet.

Schon wieder was los in Mammolshain: Nur eine Woche später bringt der bekannte Apfel- und Kastanienmarkt des Obst- und Gartenbauvereins wieder die Schätze Mammolshains unter das Volk. Die regionalen Erzeugnisse, die es in der Markthalle zu erstehen gibt, und das Apfelmostpressen sind die Hauptattraktionen des wichtigsten Marktes im Jahreskalender des Edelkastaniendorfs.

Der ehemalige Landesvater Volker Bouffier kommt nach Königstein. Auf Einladung von Childaid Network spricht er in der Reihe Königsteiner Salon in der ehemaligen Klinik Dr. Kohnstamm über Bildung, Globalisierung und das eigeninitiative Eintreten für Frieden und Gerechtigkeit.

Das Sport- und Familienfest der Carls Stiftung auf dem Parkplatz von Edeka Nolte in Königstein lockt wieder Hunderte Familien mit Kindern an. Viele Vereine und Schulen beteiligen sich und bieten ein lustiges Spiel- und Aktivprogramm für Körper und Geist an.

Bernd Reimann, langjähriger Vorsitzender des FC Mammolshain, stirbt nur sieben Wochen nach seinem 75. Geburtstag nach langer, schwerer Krankheit. Seine Arbeit war geprägt vom Vereinshaus und dem Streben, eine fußballerische Eigenständigkeit des Stadtteilvereins gegenüber dem „großen Bruder“ 1. FC/TSG Königstein zu bewahren. Im Dezember wird Vize Heiko Weck zu Reimanns Nachfolger gewählt.

Die Halloween-Monster sind los in Königstein. Die in bunten Farben angestrahlte Ruine signalisiert es schon von weitem: Mitte Oktober beginnt das Gruselfestival, das von Burg Frankenstein im Odenwald auf die Königsteiner Burgruine umgezogen ist und sich über drei Wochenenden erstreckt. Insgesamt lockt es 20.441 Gruselfans an, bis zu 2.400 kommen pro Tag und gehen mit Hexen, Werwölfen, Zombies und Vampiren auf Tuchfühlung – für die meisten ist es ein Riesenspaß. Und auch außen herum gibt es keinen Grund zum Heulen und Zähneklappern bei der gut organisierten Großveranstaltung: Das Verkehrs- und Parkkonzept geht auf, die Wege zur Burg durch den Kurpark entlasten die Altstadtbewohner und Dreck hinterlassen die Gäste auch kaum. Das von der Königsteiner Politik verlangte Probejahr dürfte bestanden sein.

Fragen um das Feuerwehrhaus Mammolshain

Was noch offen ist vor möglichen weiteren Austragungen: Wie sind die Auswirkungen des Events auf die Fledermäuse auf der Burg, die unter Artenschutz stehen, wirklich? Hierfür müssten längerfristige Gutachten her. Veranstalter Ralph Eberhardt und sein Team sind den Bedenkenträgern jedenfalls schon sehr weit entgegengekommen. Weder der dunkle Bogen noch einer der Keller werden bespielt. Alles findet unter freiem Himmel statt in diesen ungewöhnlich lauen Oktobertagen.

Noch gibt es keine Entscheidung zum Standort für das neue Feuerwehrgerätehaus in Mammolshain. Doch eine Sitzung des Ortsbeirats, in der die drei verbliebenen möglichen Standorte Schwalbacher Straße, Kranichplatz und Am Mönchswald mit groben Kostenschätzungen zwischen 3,2 und 4,7 Millionen Euro präsentiert werden, zeigt klar, dass sich bei diesem Thema bisher noch nicht einmal die Ortsgemeinschaft einig ist.

Der Pulverbrunnen oberhalb des Woogtals sprudelt nach fünfjähriger Bau- und Planungsphase wieder. Die Initiative für die Wiederbelebung des sechseckigen Baus aus Natursteinen und einem offenen Brunnenbecken aus Lavagestein geht auf den Woogtaldialog zurück, die Kosten von rund 30.000 Euro übernimmt die Stadt. Nur der im Jahr 2016 von Vandalen angezündete Holzpavillon wird nicht mehr ersetzt.

Auch die Evangelische Kirchengemeinde Mammolshain (zusammen mit Hauptstelle Neuenhain und Altenhain) bekommt einen neuen Pfarrer: Stefan Rexroth, zuletzt stellvertretender Dekan und mit einer halben Pfarrstelle in der Kelkheimer Paulusgemeinde tätig, übernimmt die schon längere vakante Pfarrstelle von dem nach Oberursel gewechselten Jan Spangenberg.

Das renovierte Alte Rathaus in Falkenstein öffnet seine Pforten für die Öffentlichkeit. Das vor dem Jahr 1650 erbaute und damit wohl älteste Gebäude des Stadtteils war für insgesamt rund 1,5 Millionen Euro saniert worden und präsentiert sich wieder als echtes Schmuckstück, Wo zuletzt jahrzehntelang bis 2021 das Stadtarchiv beheimatet war, ziehen im Erdgeschoss das Ortsgericht und das Schiedsamt ein, in den beiden Obergeschossen sind Wohnungen entstanden, die an Stadtbedienstete vermietet werden sollen. Ein Höhepunkt im neuen alten Rathaus: die historische Gipsfigur des Peter Dettweiler. Sie hatte mit den Jahren ein Bein und die Hutkrempe verloren und ist von der Firma Steyer aus Niedernhausen restauriert worden. Damit ist die Figur wieder ein fester Bestandteil des Hauses. Die Rechnung wird vom Heimatverein Falkenstein übernommen.

Abschied von Franz Kamphaus

Das Bistum Limburg und viele Christen in der gesamten Region trauern um den ehemaligen Bischof Dr. Franz Kamphaus. Er starb am 28. Oktober, im Alter von 92 Jahren, im Sankt Vincenzstift in Rüdesheim-Aulhausen. Kamphaus war von 1982 bis 2007 Bischof von Limburg und hat die Diözese maßgebend geprägt.



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