„Peppin“ nahm die Burg-Kulisse schon mal in Augenschein

Caspar Reiff (links), Gründer des Tolkien Ensembles, mit Stargast Billy Boyd (rechts), dem „Peppin“-Darsteller aus den Hollywood-Filmen. Foto: privat

Königstein (kw/pu) – Die von Peter Jackson geschaffene und von 2001 bis 2003 verfilmte Kinotrilogie „Der Herr der Ringe“ nach dem gleichnamigen Werk von J. R. R. Tolkien zog weltweit ein Millionen-Publikum in Bann.

Im Sommer, exakt am Donnerstag, 25. Juli, wird die herrliche Kulisse der Burg Königstein ins Auenland verwandelt, wenn die fantastische Welt der Hobbits und Elben als Open-Air-Konzert mit symphonischem Orchester und Chor inszeniert wird.

Für dessen Umsetzung zeichnen das Tolkien Ensemble, Chor und Philharmonie des Auenlandes und das Staatlich Akademische Symphonie-Orchester der Republik Weißrussland sowie Billy Boyd, der „Peppin“-Darsteller aus den Hollywood-Filmen, verantwortlich. Der schottische Schauspieler, Musiker, Komponist und Gründer der schottischen Band „Beecake“, kam letzte Woche schon einmal zur Kurz-Stippvisite, nahm seine sommerliche Ein-Tages-Heimat in persönlichen Augenschein und war beeindruckt von der herrlichen Kulisse.

Im Juli wird er seine Songs „Edge Of Night“ aus „Der Herr der Ringe“, „The Last Goodbye“ aus „Der Hobbit“ sowie erstmals den unveröffentlichten Song „Before The Dawn” (eigens komponiert für Peter Jackson) singen. Darüber hinaus sind fast 100 Mitwirkende dabei, die mit den bedrohlichen Klängen Mordors und dem schrillen Angriff der schwarzen Reiter bis hin zu den wunderschönen lyrischen Melodien der Elben eine der schönsten Burgen Deutschlands in einen musikalischen Schauplatz Mittelerdes verzaubern.

Vier Tage Spektakel auf der Burg

Dieses Open-Air-Konzert ist Bestandteil eines insgesamt viertägigen großen Spektakels auf der Burg. Jaka Bizilj, polnischer Filmproduzent, Geschäftsführer von Star Entertainment und nach den Worten von Königsteins Bürgermeister Leonhard Helm „Schöpfer der Burg Festspiele“ knüpft mit seiner Rückkehr als Veranstalter in die Burgenstadt nach längerer Zeit an eine Tradition an. Auf das Wahrzeichen Königsteins, das sich nach seinen Worten in herausragender Weise als Kulisse für Konzerte und besondere Shows eignet, war der Pole erstmals Anfang der 2000er Jahre aufmerksam geworden. Im Gesprächs-Ergebnis mit der Stadt waren 2001 mit Giuseppes Verdis Oper „Nabucco“ die Burg Festspiele aus der Taufe gehoben worden, die den Königsteinern und zahlreichen Besuchern aus nah und fern reihenweise besondere Momente bescherten.

Das diesjährige Spektakel beginnt am Mittwoch, 24. Juli mit der legendären „Abba – The Original Show“ mit original Abba Band Mitgliedern, die das Publikum auf eine Reise in die goldene Zeit der Plateauschuhe, der Glitzeroutfits und der freien Liebe entführen. Die fantastische Welt der Hobbits und Elben aus J.R.R. Tolkiens „Herr der Ringe“ steht wie erwähnt am Donnerstag, 25. Juli im Mittelpunkt des Konzerts.

Wohl kein Komponist hat mit seinen überwältigenden Kompositionen die Welt des Films so sehr geprägt wie der deutschstämmige Oscar-, Globe- und Emmy-Gewinner Hans Zimmer. Zu dem Konzert am Freitag, 26. Juli, soll er eingeladen werden.

Der Aufstand des jüdischen Volkes im alten Babylon und der weltberühmte Gefangenenchor unter freiem Himmel – dieses einmalige Erlebnis erwartet die Zuschauer des Klassik-Open-Airs im wunderbaren Ambiente. In einer grandiosen Inszenierung wird Giuseppe Verdis Freiheitsoper „Nabucco“ mit internationalen Starsolisten der Mailänder Scala und der Arena di Verona am Samstag, 27. Juli, aufgeführt.

Kartenvorverkauf

Die Karten kosten im Vorverkauf zwischen 39 und 89 Euro. Tickets gibt es unter www.reservix.de, unter www.eventim.de oder unter der Telefonnummer 01805-570070.

Ring-Abenteuer

Howard Shore, der die Musik für die Filmtrilogie „Der Herr der Ringe“ und „Der kleine Hobbit“ komponiert hat, wurde für diese mit einem Oscar ausgezeichnet. Seine Leitmotive lassen – wie bereits bei Richard Wagners „Ring des Nibelungen“ – das Publikum leibhaftig spüren, wenn der Ring seine Macht entfaltet und den Träger aller Macht korrumpiert: Eine Parabel, die bestens auch ins heutige Zeitalter passt. John Ronald Reuel Tolkien (1892 bis 1973) wurde mit seinem Romanzyklus „Der Herr der Ringe“ weltberühmt. Ein ganzes Leben lang widmete er sich der „Historie“ seines fiktiven Reiches Mittelerde. Nicht nur George Lucas hat für seine „Star Wars“-Reihe sichtlich Inspiration gewonnen. Seine Erzählungen dienten auch vielen weiteren Werken als Vorlage, wobei vor allem die Neuverfilmung von Peter Jackson eine Renaissance des Ring-Kultes ausgelöst hat. In der Filmtrilogie „Der Hobbit“ wurde diese fortgesetzt.

Pippin-Darsteller Billy Boyd war ursprünglich nur als Schauspieler von Peter Jackson verpflichtet worden, sang aber eines Nachts in einer Karaoke-Bar in Neuseeland so beeindruckend, dass ihn die Produzenten fragten, ob er sein Lied für den Film komponieren könne. Zwei Tage später präsentierte er bei Peter Jackson drei selbstkomponierte Songs – einen Tag später wurde die Szene mit seinem Song „Edge of Night“ gedreht, da Komponist Howard Shore mit weiteren Liedern noch nicht so weit war. Nun wird Boyd erstmals dem Publikum den Song „Before The Dawn” präsentieren.

Die Idee zur Gründung des dänischen Tolkien Ensembles und der vollständigen musikalischen Interpretation der Gedichte und Lieder aus der Sage „Der Herr der Ringe“ stammt von dem Komponisten Caspar Reiff. Die Presse feiert „Der Herr der Ringe & der Hobbit – das Konzert“ als „hochemotionales und mystisches Erlebnis“ und preist: „Knapp 100 Akteure – vom gut aufspielenden Orchester über den stimmstarken Auenland-Chor bis hin zu den hervorragenden Solisten – zeigten Einsatz, um das Publikum in Tolkiens weltberühmte Fantasy-Welt zu versetzen...“

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