Das Pull-out-Programm der Bischof-Neumann-Schule für besonders begabte Schülerinnen und Schüler

Ein besonderes Erlebnis: Die BNS-Schülerinnen und -Schüler in der Umkleide von Eintracht Frankurt Fotos: privat

Königstein (kw) – An der Bischof-Neumann-Schule sind auch die Schülerinnen und Schüler willkommen, die besondere Begabungen mitbringen. Mit viel Engagement organisieren die zuständigen Lehrerinnen Anne Borsch und Barbara Weber jedes Jahr das Programm für Schüler, die von den Klassenkonferenzen der Lehrer für das Pull-out-Programm vorgeschlagen werden.

Anne Borsch: „An diesem Tag wollen wir den Kindern andere Welten zeigen, der Tag soll informativ sein, aber auch anregen und Spaß machen.“

Das Programm des diesjährigen Pull-out-Programms überraschte mit Vielfalt. Das Thema des ersten Workshops im Schuljahr war „Recht im Unrechtsstaat“.

Was wie die Ankündigung einer Seminarveranstaltung für Studierende klang, richtete sich an Siebt- bis Achtklässler. Frau Prof. Dr. Breustedt entwickelte Problemstellungen aus der komplexen Thematik „Recht im Unrechtsstaat“ und führte die interessierten Kinder an Denk- und Betrachtungsweisen der Juristen heran.

So wurden Fragen wie „Ist Recht das Gleiche wie Gerechtigkeit?“, „Was kennzeichnet einen Rechtsstaat?“ oder „Was ist Strafe und wozu strafen wir?“ aufgeworfen und so rege diskutiert, dass selbst die Pausenzeiten fast in Vergessenheit gerieten.

Das Pull-out-Programm lebt von engagierten Referentinnen, so galt der Dank der BNS diesmal Prof. Breustedt sowohl für die inhaltliche Planung und Gestaltung der Veranstaltung als auch für ihre Leidenschaft, die Thematik zielgruppengerecht zu gestalten.

Der anschließende Workshop widmete sich der Thematik: Ein „Fußballgott“ auf „heiligem Rasen“ – Fußball als Ersatzreligion?

Er begann mit einem Rundgang durch das Stadion des „Deutsche Bank Parks“ (das Frankfurter Waldstadion) – der „Kathedrale“ für den fußballbegeisterten Teil der Gruppe – und führte über verwinkelte Gänge und Treppenhäuser unter anderem in die Umkleidekabine der Fußballer, die in angemessener Ehrfurcht bestaunt wurde.

Nach einer kurzen Auszeit auf der gemütlich-komfortablen Ersatzbank (so die Aussage einer Teilnehmerin) und ohne den heiligen Rasen betreten zu dürfen, versammelte sich die Gruppe in der Stadionkapelle, um sich in einer regen Diskussion mit der Thematik des Workshops auseinanderzusetzen.

Hier konnten die Teilnehmer und Teilnehmerinnen mit ihren nicht zuletzt im Religionsunterricht erworbenen fundierten Kenntnissen glänzen und die Leiterin der Veranstaltung nachhaltig beeindrucken.

Im abschließenden dritten Workshop des Pull-out-Programms „Japan im Klassenzimmer“ wurde den Teilnehmenden die Japanische Kultur nahegebracht.

Lucie, eine der Teilnehmerinnen, schrieb: „Wir setzten uns mit der japanischen Sprache auseinander und lernten verschiedene Schriftzeichen kennen. Außerdem wurde uns ermöglicht, mit schwarzer Farbe japanische Wörter und auch unsere Namen auf Fächer zu schreiben. Insgesamt hat der Workshop viel Spaß gemacht und uns einen spannenden Einblick in die japanische Kultur gegeben.“

Im Rückblick sieht Anne Borsch, dass begabten Kindern mit dem Pull-out-Programm eine anregende Abwechslung vom schulischen Alltag geboten wird, um sie zusätzlich zu fördern und zu fordern. Unter ihresgleichen ein schulfernes, vollkommen anderes Thema in kurzer Zeit zu bearbeiten, motiviert die Teilnehmenden sehr.

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