Schüler der Q2-Geografiekurse erkunden Stadtplanung vor Ort

Stadtplanerin Sonja Kupfer mit den Schülerinnen und Schülern am Kapuzinerplatz

Foto: Stadt Königstein

Die Schüler der Q2-Geografiekurse des Taunusgymnasiums, unter der Leitung von Jana Strube und Sina Kaminski, hatten jetzt die Gelegenheit, sich mit der städtischen Stadtplanerin Sonja Kuper und Fachbereichsleiter Gerd Böhmig sowie der Mobilitätsbeauftragten Clara Scheffler zu treffen. Der Unterricht fand direkt vor Ort in der Konrad-Adenauer-Anlage statt und drehte sich anschaulich um das Thema Stadtplanung.

Ein Schwerpunkt des Unterrichts der Oberstufenkurse ist das Thema Raumplanung und Stadtgeographie. In diesem Zusammenhang kam die Idee auf, die verantwortliche Behörde vor Ort kennenzulernen, um praxisnahe Einblicke in die Stadtentwicklung zu gewinnen.

Die Schüler zeigten sich beeindruckt von den Ausführungen der Fachleute und stellten zahlreiche Fragen. Ein zentrales Anliegen war die Diskussion um die Probleme, die in der aktuellen Planung der Konrad-Adenauer-Anlage gelöst werden müssen. Fachbereichsleiter Böhmig hob hervor, dass die Anlage nicht mehr zeitgemäß sei und kritisierte die fehlende barrierefreie Erschließung sowie den überalterten Gehölzbestand. Zudem wies er auf die mangelnde nachhaltige Bewässerung hin und erklärte, dass das Oberflächenwasser ungenutzt in den Kanal abgeleitet werde.

Ein wichtiger Punkt, den die Schüler ansprachen, war die Frage nach den Vorteilen für Klima und Umwelt. Stadtplanerin Kupfer erläuterte, dass nahezu 200 klimaangepasste Bäume in der Adenauer Anlage und dem Kurpark gepflanzt werden sollen, um den wertvollen Baumbestand zu ergänzen. Des Weiteren sind Maßnahmen wie die Schaffung von Zisternen, die Entsiegelung von Flächen und die Anlage neuer Grünflächen geplant.

Die Diskussion stand unter dem spannenden Motto „Wie plant man eine Stadt der Zukunft?“ Böhmig betonte, dass eine zukunftsfähige Stadt nachhaltig, lebenswert, flexibel und gerecht gestaltet sein müsse. Vor allem werde sie für die Menschen gemacht werden und nicht nur für Wachstum oder Autos.

Die Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrerinnen waren fasziniert von der Komplexität der Stadtplanung und der Vielzahl an Aspekten, die bei der Umgestaltung der Stadtmitte berücksichtigt werden müssten. Diese praxisnahe Erfahrung wird sicherlich einen bleibenden Eindruck hinterlassen und das Verständnis für die Herausforderungen der Stadtentwicklung vertiefen.



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