FC Mammolshain hat nur ein Ziel:Klassenerhalt zu Drogis Abschied

Mammolshain (kw) – Wenn die Kreisoberliga Hochtaunus (KOL) Ende Februar ihre Saison fortsetzt, ist beim FC Mammolshain eine Entscheidung bereits gefallen: Trainer Michael Drogi, der im April 50 Jahre alt wird, beendet im Mai auch sein drittes Gastspiel am Hasensprung. Damit auch dieses Engagement ein Erfolg wird, gibt es vor den letzten zwölf Punktspielen nur ein Ziel: „Wir wollen schnellstmöglich weg vom Tabellenende und das Feld von hinten aufrollen!“ Da sind sich alle einig: Vereinsboss Bernd Reimann mit seinen Mitstreitern im Vorstand ebenso wie Klaus Moser als Sportlicher Leiter und natürlich auch Trainer Michael Drogi.

Er selbst hatte sich den Verlauf dieser Saison eigentlich ganz anders vorgestellt. Drogi traute seiner Truppe einen sechsten Platz im gesicherten Mittelfeld zu. Doch angefangen mit der verkorksten Vorbereitung lief beim FCM zu viel schief. Es gab viel zu viele Ausfälle, und dann waren es gerade immer die Leistungsträger, die im entscheidenden Moment fehlten. „Nur dreimal konnte ich mit meiner Wunschelf antreten“, so Drogi. Besonders hart traf es die Mannschaft, wenn Kapitän Benny Schmiedl, die Strategen Pascal Schleifer und Heiko Ullmann oder deren wichtigster Helfer Philipp Hees ausfielen, oft sogar gleichzeitig. Martin Siever vom alten Mammolshainer Stammpersonal, ist hier gar nicht erwähnt. Wegen dauernder Beschwerden im Rücken konnte er nur selten mitmischen.

Unabhängig von den verletzungs- oder urlaubsbedingten Ausfällen konnte die Mannschaft auch nur selten überzeugen. Es wurden zwar viele Torchancen herausgespielt, doch genauso oft aber auch ausgelassen. Bezeichnend: Heiko Ullmann, dem Kopf der Mannschaft, reichten als erfolgreichstem Torschützen des FCM bisher neun Tore – darunter Elfmeter und schöne Freistoßtreffer. Erst dahinter folgte mit sieben Treffern Chiron Grueneberg, dessen Ausbeute glatt doppelt so hoch hätte ausfallen können.

Mitentscheidend wirkte sich aus, dass es keine klare Hierarchie in der Mannschaft gab. Keiner war in der Lage lautstark auf dem Feld das Kommando zu übernehmen.

Genau vier Wochen vor dem ersten Punktspiel im neuen Jahr gegen Wehrheim/Pfaffenwiesbach hat der Trainer bereits die Vorbereitung gestartet. Der Abschied fällt beiden Seiten schwer. Während Michael Drogi sich für eine neue Herausforderung offen zeigt, beginnen die Verantwortlichen des Vereins fieberhaft mit der Suche nach einem Nachfolger. „Wir bedauern Michaels Abschied sehr, denn die Zusammenarbeit verlief über mehr als ein Jahrzehnt sehr harmonisch“, betonte Bernd Reimann.

Dreimal arbeitete Michael Drogi am Hasensprung und hat dabei große Spuren hinterlassen. Von 2013 bis 2015 führte er als Spieltrainer den Verein von der B-Klasse in die Kreisoberliga. Nach einem zweiten kurzen, erfolgreichen Intermezzo 2018/19 kehrte er 2021 erneut zurück und schaffte wieder den Aufstieg in die KOL.



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