Mammolshain (kw) – Nach zuletzt vier Siegen in Folge hat der FC Mammolshain wieder eine Niederlage hinnehmen müssen. Im Heimspiel gegen den FC Oberstedten unterlag der FCM am vergangenen Donnerstagabend mit 0:2. Das Ergebnis spiegelt den Spielverlauf dabei nur bedingt wider: Mammolshain hatte 77 Prozent Ballbesitz, verzeichnete 15 Torversuche und neun Eckbälle, konnte daraus jedoch kein Kapital schlagen. Oberstedten verteidigte konsequent und zeigte sich in den entscheidenden Situationen effizienter.
Dabei hätte die Partie bereits nach fünf Minuten eine völlig andere Richtung nehmen können. Nach einer Flanke von der linken Seite stand Alessio Casale frei vor dem Oberstedtener Tor und nahm den Ball direkt aus der Luft. Sein Volley strich jedoch knapp am Gehäuse vorbei. Eine frühe Führung hätte dem Spiel einen anderen Verlauf geben können.
Stattdessen waren es die Gäste, die in der 19. Minute ihre Chance nutzten. Ein tiefer Pass brachte Al-Rashidi in Position, der ins lange Eck abschloss und Fabian Marx im Mammolshainer Tor keine Abwehrchance ließ.
Der FCM reagierte auf den Rückstand jedoch keineswegs hektisch, blieb bei seiner Linie, kontrollierte weiterhin große Teile der Partie und drängte Oberstedten immer wieder tief in die eigene Hälfte. Die Gäste konzentrierten sich auf ihre defensive Ordnung und mögliche Umschaltsituationen.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb Mammolshain die spielbestimmende Mannschaft. Mit zunehmender Spielzeit erhöhten die Gastgeber den Druck, Oberstedten verteidigte den eigenen Strafraum jedoch diszipliniert. Der entscheidende Treffer wollte an diesem Abend nicht fallen.
FCM-Cheftrainer Alexander Beulich sah deshalb trotz der Niederlage auch positive Aspekte: „Mir hat gefallen, wie ruhig die Mannschaft nach dem Gegentor geblieben ist. Wir haben weiter Fußball gespielt, waren über weite Strecken spielbestimmend und haben gezeigt, dass wir auch mit Druck umgehen können. Am Ende müssen wir uns aber vorwerfen, aus unseren Möglichkeiten zu wenig gemacht zu haben. Wenn wir gleich zu Beginn das 1:0 machen, entwickelt sich so ein Spiel sicher ganz anders.“
Im Laufe der zweiten Halbzeit musste Mammolshain zudem im Tor wechseln. Fabian Marx konnte aufgrund von Magenbeschwerden nicht weitermachen, sodass Alexander Hanke zwischen die Pfosten rückte. In der Schlussphase warf der FCM schließlich immer mehr nach vorne. Die Entscheidung fiel dadurch erst in der 90. Minute im Anschluss an einen Mammolshainer Angriff. Oberstedten schaltete schnell um, Bisignano lief allein auf das Tor zu, umkurvte Hanke und schob zum 0:2-Endstand ein.
Spitzenspiel in Oberhöchstadt
Am vergangenen Sonntag legte Tabellenführer SG Oberhöchstadt mit einem Auswärtssieg in Weißkirchen nach und vergrößerte seinen Vorsprung auf den Tabellenzweiten Mammolshain auf sieben Punkte. Damit wartet am kommenden Wochenende ein echtes Spitzenspiel: Am Sonntag, 18. Oktober, um 15 Uhr gastiert der FCM beim Tabellenführer.
Dass die Mammolshainer die Partie trotz des Rückstands in der Tabelle keineswegs als Außenseiter angehen wollen, macht Torjäger Nico Grill deutlich: „Wir sind heiß darauf, uns mit Oberhöchstadt zu messen. Solche Spiele willst du als Fußballer spielen. Wir wissen, welche Qualität der Gegner hat, aber wir wissen auch, was wir können. Wir werden alles reinhauen, um Oberhöchstadt zu schlagen.“ Mit einem Auswärtssieg könnte Mammolshain den Rückstand auf den Spitzenreiter wieder deutlich verkürzen und das Rennen an der Tabellenspitze enger gestalten.
Neue Unterstützung für den FCM
Erfreuliche Nachrichten gibt es für den FC Mammolshain abseits des Platzes. Das kürzlich eröffnete Orientteppich-Aktionszentrum Königstein möchte den Verein mit einer besonderen Aktion unterstützen. Aus einem Nachlass stehen 30 Orientteppiche zum Verkauf. 50 Prozent der daraus erzielten Erlöse sollen dem FC Mammolshain zugutekommen. Mitglieder des FCM erhalten auf die reduzierte Ware zusätzlich Nachlass. Alexander Beulich freut sich vor allem über die Wertschätzung für den Verein: „Jedes zusätzliche Mittel hilft uns vor allem dabei, unsere Strukturen und langfristig insbesondere die Jugendarbeit weiterzuentwickeln.“