Wie geht es weiter mit der Linde?

Schneidhain (as) – Knapp drei Wochen ist es jetzt her, dass die historische Linde in Schneidhain einem Gewittersturm zum Opfer gefallen ist. Stehengeblieben ist nach den Aufräumarbeiten nur noch ein Gerippe aus Stamm und einigen kurze Aststümpfen – kein schöner Anblick, nicht nur für Schneidhainer, der möglichst nicht von Dauer sein soll. „Die Linde ist schon ein Teil des Orts“, sagte Ortsvorsteherin Renate Ernst (CDU) am Sonntag am Rande einer Veranstaltung. Der Heimat- und Brauchtumsverein (HBV) Schneidhain und auch die Stadt Königstein seien dran am Thema. Im Erlenweg stehe eine schöne Linde. Renate Ernst könnte sich vorstellen, diese umzupflanzen, soweit das technisch möglich sei und sobald das vom Baumpilz belastete Erdreich am Standort des gefallenen Wahrzeichens ausgegraben worden ist. Großbaumumpflanzungen hat es in diesem Jahr bereits im Zuge der Umgestaltung der Stadtmitte Königstein gegeben, die betreffenden Bäume scheinen prächtig angewachsen zu sein. Im Erlenweg könnte man dann – nomen est omen – eine Erle nachpflanzen, so Ernst, die aber den weiteren Prüfungen nicht vorgreifen möchte. Auch für das noch recht gesunde Stammholz der Linde gibt es Überlegungen. Baumscheiben könnten sicher interessierte Abnehmer finden, oder es könnte eine wahrlich nostalgische Ruhebank daraus gebaut werden. Es bleibt interessant, die Schneidhainer scheinen jedenfalls nicht bereit zu sein, sich so ohne Weiteres von ihrer Linde zu verabschieden.

Und das Restaurant?

Und wie geht es weiter mit der anderen Linde, dem Restaurant-Gebäude hinter dem einst so mächtigen Baum? Hier kommt nach dem Tod von Besitzer und Investor Christoph Schwarzer im Januar langsam wieder Bewegung ins Thema. Erste Gespräche zwischen der Stadt und der Familie Schwarzer sollen inzwischen stattgefunden haben.



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