Unter der Überschrift „Bitte die Linde dort lassen, wo sie gewachsen ist“ schreibt unser Leser Horst Kispert , Erlenweg, Schneidhain Folgendes:
Wir im Erlenweg sind stolz auf unser kleines Wahrzeichen Schneidhains: eine prächtige Linde im Karree. Sie steht dort seit Jahrzehnten, spendet Schatten und prägt das Straßenbild.
Nun lesen wir in der KöWo vom 4. September den Vorschlag von Frau Renate Ernst, die Linde an den Ortseingang zu verpflanzen. Das ist hoffentlich nicht ernst gemeint, denn einen 30 Jahre alten Baum verpflanzt man nicht einfach. Und wenn die Linde erst einmal am Ortseingang steht, fehlt sie dort, wo sie seit Jahren gewachsen ist.
Im Frühjahr 2025 hat die Stadt eine stattliche Akazie im Erlenweg gefällt. Was anschließend aus der Fläche geworden ist, kann man getrost als „naturnahe Spontangestaltung“ bezeichnen: Wo einst ein Baum stand, wachsen wilde Ableger. Vielleicht ist das ja ein neues städtisches Pflegekonzept – erst den Baum entfernen und anschließend der Natur freien Lauf lassen.
Während über die spektakuläre Umsiedlung unserer Linde nachgedacht wird, gibt es im Erlenweg durchaus naheliegendere Aufgaben, wie den Baumschnitt dort, wo das Blätterwerk die Straßenbeleuchtung verdeckt.
Unser Vorschlag deshalb: Die Linde darf dort bleiben, wo sie jetzt steht, auch wenn die Straße „Erlenweg“ heißt.