Schneidhain (nd) – Bei herrlichem Spätsommerwetter wurde am vergangenen Sonntag der populäre „Tag der Feuerwehr“ in Schneidhain gefeiert. Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr hatten sich ordentlich ins Zeug gelegt und für Spiele, Spaß und Verpflegung gesorgt.
Bereits vormittags strömten die Besucher zum Gelände der Feuerwehr, um beim Frühschoppen Weißwurst mit Brezeln zu genießen. Auch die beliebten, hausgemachten Erbsen- und Linsensuppen, die es zur Mittagszeit gab, waren schnell vergriffen. Die frisch gebackenen Waffeln waren ebenso im Nu ausverkauft. Spätestens, als ab 14 Uhr die Spiele für die Kinder eröffnet wurden, platzte das Gelände der Feuerwache förmlich aus allen Nähten.
Wie in den Jahren zuvor, hatten die Mitglieder der Jugendfeuerwehr die Organisation der Spiele übernommen. Ob am „Heißen Draht“ oder beim Ausrollen von Löschschläuchen – die Jugendfeuerwehr unterstützte die kleinen Besucher fürsorglich und überall war das vergnügte Lachen von Kindern zu hören. Auch das Herumklettern in den beiden großen Feuerwehrfahrzeugen bereitete dem Nachwuchs großen Spaß. Die Spielmöglichkeiten waren so aufgebaut worden, dass es für die Kinder keine Gefahr durch den Verkehr auf der Wiesbadener Straße gab und so konnten die Eltern entspannt eine Currywurst genießen, die es dieses Jahr erstmalig gab. Für die Besucher des „Tags der Feuerwehr“ war es ein herrlicher Sonntag, der sich mehr nach Sommer als nach Frühherbst anfühlte.
Familiäres Fest für die Bevölkerung
Obwohl der „Tag der Feuerwehr“ nur im kleinen Stil beworben wird, war der Andrang so groß wie nie zuvor. Sogar die Laufzettel für die Kinderspiele mussten zwischenzeitlich nachgedruckt werden. „Wir sind rundum zufrieden – es soll ein familiäres Fest für die Bevölkerung sein“, so Wehrführer Oliver Rübner. Dieser Plan ist vollends aufgegangen. Viele Familien nutzten den sonnigen Sonntag, um einen Ausflug zum Feuerwehrfest zu unternehmen. Aus der Ortspolitik waren ebenfalls viele Vertreter gekommen, darunter Bürgermeisterin Beatrice Schenk-Motzko und die Ortsvorsteherin Renate Ernst. Großer Zuspruch kam auch von den Wehren aus Königstein Mitte und Mammolshain, die auf einen Besuch vorbeikamen.
Team Feuerwehr unterstützt
Besonders stolz ist man in Schneidhain auf die Unterstützung der Ehefrauen und Freundinnen der aktiven Mitglieder. Vor einigen Jahren hatte sich ein fester Stamm von Unterstützerinnen etabliert. Eine Besonderheit, die es in den anderen Ortsteilen Königsteins nicht gibt. Schon morgens um 8 Uhr hatten sie die Suppen vorbereitet. „Ohne die Damen hätten wir ein großes Personalproblem – überall, wo Hand anzulegen ist, sind sie da“, so Rübner. Ob es eine Schicht im Ausschank ist oder mal eben etwas aufgewischt werden muss – das „Team Feuerwehr“ packt an. Natürlich wären männliche Unterstützer in der Gruppe der fleißigen Helfer ebenso willkommen, doch bisher hat sich das noch nicht ergeben. „Wir sind von der Mithilfe unserer Damen wirklich abhängig“, bekräftigte der Wehrführer.
Jugendfeuerwehrmitglieder bekommen Leistungsspange
Nicht nur auf die fleißigen Mädels ist man in Schneidhain stolz, auch die Jugendfeuerwehr bereitet den Aktiven große Freude. Drei der Nachwuchsbrandbekämpfer erwarben kürzlich die „Leistungsspange der Deutschen Jugendfeuerwehr“. Um die Spange zu bekommen, muss man eine anspruchsvolle Prüfung ablegen. In fünf Disziplinen wird vor allem Teamfähigkeit in Theorie und Praxis geprüft. „Es wird sehr lange dafür geübt; die Spange wird dann als Orden mitgetragen“, erklärte Rübner.
Neues Fahrzeug in Planung
Nachdem die Freiwillige Feuerwehr Schneidhain vor einigen Jahren in die neugebaute Wache eingezogen war, hofft man nun auf ein neues Fahrzeug. Das bisherige Löschgruppenfahrzeug „LF 8/6“ stammt aus den frühen 2000er-Jahren und soll durch ein „LF 10“ ersetzt werden. Dieses ist größer und hat eine höhere Löschwasserkapazität. Wichtig sei auch, dass das neue Fahrzeug Airbags und Anschnallgurte an allen Sitzplätzen hätte, was bisher nicht so ist. Selbstverständlich ist das neue Gebäude so geplant worden, dass auch größere Löschfahrzeuge Platz darin finden.
Von den 30 aktiven Brandlöschern (darunter drei Feuerwehrfrauen) passen 15 Personen in die Gruppenfahrzeuge. „Wir haben also 100 Prozent Reserve“, so der Wehrführer erfreut. Das wäre auch mit dem neuen Wagen so – auf diesen werden die Mitglieder der Schneidhainer Feuerwehr aber wohl noch etwas warten müssen.

