Kronberg (pf) – Das Violoncello und seine Rolle in der Musik der vergangenen vier Jahrhunderte stehen im Mittelpunkt des Konzerts mit dem jungen Cellisten Unai Sánchez am Samstag, 27. Juni, um 19 Uhr im Festsaal des Altkönig-Stiftes. 2001 in der baskischen Großstadt Bilbao geboren, absolviert er derzeit seinen Masterstudiengang im Fach Violoncello an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt bei Professor Jan Ickert, der am 20. März gemeinsam mit seiner Schwester, der Harfenistin Sonja Fiedler, als „Duo 47 mal 4“ bereits zum zweiten Mal ein begeisterndes Konzert im Festsaal gab. Bei Ickerts Kollegin Kristin von der Goltz erweitert er gleichzeitig seine Kenntnisse in der Barockmusik.
Mit Musik aus der Zeit des Barock beginnt daher auch sein Konzert, zunächst mit dem Capriccio Nr. 1 für Violoncello solo von Giuseppe Marie Clément Dall’Abaco und der Sonate Nr. 5 e-Moll von Antonio Vivaldi, der 1678 geboren wurde, gut dreißig Jahre vor Dall’Abaco. Es folgt mit der Sonate Nr. 1 e-Moll des 1833 geborenen Johannes Brahms ein Sprung in die Zeit der Romantik, ehe sich Unai Sánchez mit jeweils dem ersten Satz aus Joseph Haydns D-Dur-Cellokonzert und Antonín Dvoráks Cellokonzert h-Moll berühmten Cellokonzerten zuwendet. So wird deutlich, wie sich die Rolle des Violoncellos im Wandel der Jahrhunderte verändert hat – von der intimen Sprache der Kammermusik bis zum gleichberechtigt mit dem Orchester agierenden Soloinstrument. Zum Abschluss erklingt mit „Intermezzo e danza finale“ aus der Suite für Violoncello solo von Gaspar Cassadó (1897 bis 1966) eine Komposition aus dem 20. Jahrhundert.
Als Begleiter am Flügel bringt Unai Sánchez seinen Studienkollegen, den Pianisten Hwa-En Oscar Hsu, mit, der vor seinem Wechsel nach Frankfurt an der National University of the Arts in Taipeh, der Hauptstadt Taiwans, studierte.
Eintrittskarten für das Konzert gibt es am Empfang im Foyer des Altkönig-Stiftes. Sie kosten für auswärtige Gäste 25 Euro, für Bewohnerinnen und Bewohner 15 Euro.
