Dear Britain

Buchtipp

Aktuell

Sachbuch von Annette Dittert, DuMont, 24 Euro

Annette Dittert ist uns allen als ARD-Korrespondentin bekannt. 17 Jahre lang arbeitete sie in London, das sie als „meine einzige große Liebe“ beschreibt. Ende 2025 verließ sie die ARD und lebt seitdem als freie Journalistin in ihrem Hausboot „Emily“ auf einem Londoner Kanal. „Der Brexit kam und war eigentlich ein Trennungsgrund. Aber ich bin geblieben, und heute sage ich gern im Scherz: Ich bin jetzt mit London verheiratet.“ Im Sommer letzten Jahres hat sie die britische Staatsbürgerschaft angenommen. Ihr Buch „Dear Britain“ liest sich wie eine Liebeserklärung an ihre neue Heimat. Der Leser begleitet sie auf einer Reise durch das Königreich und liest gebannt über Traditionen, Politik und Soziales. Wir erfahren von der Bedeutung der Monarchie, gehen an der Themse auf Schatzsuche und lernen über die Kunst des englischen Gartens. Weitere Kapitel sind Problemen der Umwelt, der sozialen Ungleichheit oder der Bedeutung des englischen Oberhauses gewidmet. Die Autorin lädt uns zu Streifzügen durch Wales und Schottland ein und erklärt, warum sich die Engländer lieber als „British“ denn als „English“ bezeichnen. Annette Dittert wirft einen ebenso analytischen wie liebevollen Blick auf ein Land, das uns Europäern oft Rätsel aufgibt, und räumt mit Klischees und Vorurteilen auf. Damit bringt sie uns unseren Nachbarn ein gutes Stück näher. Man wird nach der Lektüre einen Reiseführer erwerben wollen, um dieses liebenswerte Land selbst einmal zu besuchen.



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