Oberhöchstadt (kb) – Auch beim 11. Keramikmarkt in Oberhöchstadt waren die über 300 Schulkinder der Paul-Albert-Simon Schule in Himo (PAS) am Fuße des Kilimandjaro erneut die Begünstigten der Empty Bowl Aktion des Vereins Keramik Hessen. Jeder teilnehmende Standbetreiber wird gebeten drei Suppenschalen zu spenden. Diese werden mit Suppen gefüllt, die von fleißigen Köchinnen und Köchen der Kirchengemeinde St.Vitus nach einem einheitlichen Rezept gekocht und dann zu einem Einheitspreis verkauft werden.
Der Erlös wird über den Förderverein Himo direkt an die PAS weitergeleitet und trägt zusammen mit anderen Sammel-Aktivitäten des Vereins maßgeblich zur Förderung einer Schulbildung der vielen Mädchen und Jungen in Tansania bei. Auch dieses Jahr ist wieder ein großartiges Spendenergebnis erreicht worden, schließlich wurden knapp 90 Suppenschalen gespendet und insgesamt ungefähr 160 Portionen verkauft. Ergänzend zu dem Suppenangebot bot Digna Urio von der Heilig-Geist-Frauengemeinschaft einen typisch afrikanischen Maisbrei namens Uji an, der auch immer wieder gerne verkostet wird. Diese Idee und das damit verbundene Zusammenspiel so zahlreicher Spender und Helfern sind keinesfalls selbstverständlich.
Heute möchte der Förderverein Himo auch auf diesem Wege im Namen der fröhlichen Kinder von ganzem Herzen ausdrücklich Danke sagen an alle Teilnehmer dieser Aktion, angefangen bei den Spendern der Suppenschalen, den 16 Köchinnen und Köchen, dem fleißigen Verkaufsteam mit seinen Spülhelfern und natürlich auch den Organisatoren vom Ortsausschuss St. Vitus und dem Stadtmarketing der Stadt Kronberg. Ein herzliches Asante Sana richtet der Förderverein auch an alle nicht erwähnten Unterstützer und natürlich den eifrigen Besuchern, die mit dem Kauf von Suppenschalen und teils noch zusätzlichen Geldspenden erheblich zum Gesamterfolg beigetragen haben.
Die PAS trägt den Namen des ehemaligen Kronberger Pfarrers Paul Albert Simon, der das erste Startgeld der Frauengemeinschaft gespendet hat, um das seinerzeit vom Bischof aus Moshi in Tansania übergebene steinige Gelände für ein Landwirtschaftsprojekt fruchtbar machen zu können. So entstanden zu Beginn der 2000er Jahre erst ein Kindergarten und eine Vorschule und später die ersten Schulklassen. 2015 konnten dann die ersten 25 Schulkinder den erfolgreichen Abschluss ihrer siebenjährigen Schulzeit in der Primary School feiern.
Die Mehrzahl der Kinder kommt aus benachteiligten Familien, meist aus bäuerlichen Verhältnissen oder mit nur einem Elternteil, einige sind Waisenkinder, nur wenige aus wohlhabendem Zuhause.
Der Förderverein Himo mit Sitz in Mammolshain wurde 2007 gegründet, im Jahr 2013 von Frau Gudrun Becker-Schlünder aus Oberhöchstadt als Vorsitzende übernommen. Durch ihren hohen Bekanntheitsgrad im Stadtteil und Tatkraft hat sie dem Projekt einen großen Kreis von Unterstützern und Spendern in Oberhöchstadt zugeführt. Nach ihrem Tod übernahm Achim Höfig ihre Position. Er hat vor knapp zehn Jahren die Aktion Wein gegen Spende auf dem Kronberger Wochenmarkt eingerichtet und gibt allen Interessierten dort jeden Samstag gerne weitere Auskünfte.
Jeder teilnehmende Standbetreiber wurde gebeten drei Suppenschalen zu spenden.
