Auswirkungen auf den Taunus

Oberursel (gt). Die Angst, der Krieg könnte noch Deutschland betreffen, löste auch Fragen zu Luftschutzanlagen aus. Im „Kalten Krieg“ wurde ein Luftschutzbunker unter der Stadthalle gebaut, im Ernstfall hätten 2500 Personen in der Tiefgarage Platz gefunden, die früher alle drei Jahre vom TÜV auf Dichtigkeit geprüft wurde. Aus diesem Grund war auch der Bund mit drei Millionen Mark am Bau beteiligt. Allerdings wurde 2010 die „Pflicht zur Bunkerbewirtschaftung“ aufgehoben. Auf Anfrage teilten die Stadtwerke Oberursel mit, der Schutzraum sei im August 2011 vom Land Hessen „entwidmet”, also aufgegeben, worden. Er wurde seitdem nicht mehr unterhalten und ist nicht mehr funktionsfähig. Immerhin ist er noch vorhanden. Als das alte Postgebäude in Bad Homburg 2017 abgerissen wurde, wurde der Zivilschutzbunker im Keller darunter ebenfalls entfernt.

Auch in Sachen Erdgas ist es manch aufmerksamem Oberurseler aufgefallen, dass die Stadtwerke auf ihrer Webseite schreiben: „Wir beziehen unser Erdgas vorwiegend aus Russland”. Gefragt, ob sie daran nun etwas ändern würden, teilen sie mit, dass sie als regionaler Energieversorger das Erdgas beim Vorlieferanten kaufen und es vom vorgelagerten Netzbetreiber in ihrer Netz eingespeist bekommen. „Russisches Erdgas hat in Deutschland einen Anteil von über 50 Prozent. Die Stadtwerke Oberursel haben hierauf keinen direkten Einfluss. Der Großteil kommt bisher nun mal aus Russland. Zweitwichtigster Lieferant ist bisher Norwegen“, heißt es in der Mitteilung.



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