Grüne fordern Strategie für städtische Gebäudesanierung

Oberursel (ow). Die Grüne Fraktion Oberursel hat eine umfassende Anfrage zum energetischen Zustand und zur strategischen Sanierungsplanung der städtischen Gebäude eingebracht. Ziel ist es, mehr Transparenz über den aktuellen Gebäudebestand sowie über die Planungen zur energetischen Modernisierung zu schaffen.

„Die Stadt steht bei ihren Gebäuden vor einer enormen Herausforderung. Klimaneutralität gelingt mittel- bis langfristig nur mit einem strategischen Sanierungsfahrplan“, erklärt Dr. Angela Helbling, klimaschutzpolitische Sprecherin der Grünen Fraktion.

Im Mittelpunkt der Anfrage stehen Fragen zur Datengrundlage des städtischen Immobilienmanagements: Welche energetischen Kennzahlen liegen vor? Wie werden Sanierungsmaßnahmen dokumentiert? Welche Software- und Monitoringstrukturen existieren bereits? Wie werden Betriebskosten und Einsparpotenziale in die Planung einbezogen? Und wie werden gegebenenfalls Fördermittelprogramme berücksichtigt?

Für die Grünen ist dabei klar: Klimaschutz und solide Finanzpolitik gehören zusammen.

„Energetische Sanierungen sind eine Investition in dauerhaft niedrige Betriebskosten und damit in die Zukunftsfähigkeit unserer Stadt“, so Helbling weiter. „Wer heute intelligent saniert, spart morgen erhebliche Kosten.“

Besonders wichtig ist aus Sicht der Grünen ein systematischer Blick auf kombinierte Maßnahmen, etwa die Verbindung von Gebäudeisolierung, modernen Heizsystemen und Photovoltaik. Die Anfrage thematisiert deshalb auch, in welchem Umfang Photovoltaikanlagen geprüft werden, wie Förderprogramme von Bund, Land und EU genutzt werden und nach welchen Kriterien Sanierungen priorisiert werden.

„Gerade in finanziell angespannten Zeiten müssen Investitionen strategisch geplant werden. Ein klar priorisierter Sanierungsfahrplan schafft Planungssicherheit, senkt langfristig Kosten und stärkt gleichzeitig den Klimaschutz in Oberursel“, erklärt Sven Mathes, Fraktionsvorsitzender der Grünen Fraktion.

„Dabei ist Klimaschutz auch kommunale Daseinsvorsorge. Jede heute vermiedene Energieverschwendung entlastet langfristig den städtischen Haushalt und schafft mehr Spielraum für andere wichtige Investitionen, betont Mathes.



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