Irischer Musik-Gottesdienst

Oberursel (ow). Irland ist ein Land voller Gegensätze: Die politische Situation war Jahrzehntelang von den gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Nord-Irland und der Republik Irland geprägt. Zwischen Protestanten und Katholiken. Mit den jeweiligen politischen Interessen. Aber Irland ist auch das Land der Mythen und Sagen, der reichen keltischen Geschichte und der inbrünstigen irischen Spiritualität. Diese ist sehr nahe am Erleben der oft noch ursprünglichen Natur in diesem Land. Natur-Mystik und keltische Spiritualität prägen die irische Religiosität.

Dabei kommt es oft zu Misch-Formen: Neben einem Marien-Heiligtum sind an einem Weißdorn-Busch Stoff-Streifen befestigt, die mit Wünschen an die Elfen beschriftet sind. Ebenso intensiv wird aber auch Maria verehrt. Und es gibt diese machtvollen irischen Segens-Sprüche. Die Natur ist noch belebt, die irische Frömmigkeit geprägt von dieser gewaltigen Natur: Das heranbrandende Meer an der schroffen Küste, die windgepeitschten Moore und Hochebenen. Auf der anderen Seite die Lebensfreude in den Pubs, dem „gemeinsamen Wohnzimmer“. Und die irische Musik, die hier seit Jahrhunderten immer wieder life gespielt wird.

Irische Mönche haben vor Jahrhunderten das Christentum zu unseren Vorfahren gebracht. In einer Form, die zunächst lange Zeit sehr selbständig war, nicht von Rom geprägt. Ein eher mystisches Christentum.

In einem irischen Musik-Gottesdienst mit der Band „Memories of Ireland“ wird Pfarrer. i.R. Dr. Fritz Huth, der die Liturgie und die Predigt übernimmt, am Sonntag, 30. Juni, um 19 Uhr in der evangelischen Heilig-Geist-Kirche, Dornbachstraße 45, einen Blick in die irische Seele werfen, mit den Gläubigen die Spiritualität, die Musik und den irischen Segen auf sich wirken lassen.



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