Oberursel (ow). Im März feierte der Rotary Club sein zwanzigjähriges Jubiläum. Am Dienstag, 7. März 2006, gründeten zwanzig Frauen und Männer den neuen Club, nachdem Uwe Opper vom Rotary Club Kronberg sie für die rotarische Idee begeistert hatte. Von den Gründungsmitgliedern sind heute noch zwölf aktiv im Club engagiert.
Das sogenannte Charter-Jubiläum wurde gemeinsam mit Partnern sowie mit Vertretern der umliegenden Rotary Clubs gefeiert. Auch die diesjährige Governorin des Distrikts 1820, Gisela Falk aus Marburg, nahm an der Feier teil und würdigte in ihrem Grußwort die vielfältigen Aktivitäten des Clubs in den vergangenen zwei Jahrzehnten.
Zur Begrüßung erinnerte der amtierende Präsident des Rotary Club Oberursel, Gregor Hetzke, an die mehr als fünfunddreißig Projekte, die der Club in den letzten zwanzig Jahren unterstützt hat. Insgesamt konnten Fördermittel in Höhe von über 600.000 Euro bereitgestellt werden. Aktuell zählt der Club 44 Mitglieder, darunter rund ein Drittel Frauen.
In einer unterhaltsamen Präsentation blickten die Gründungsmitglieder Nicole Tries-Obijou und Rainer Schulz-Isenbeck auf zahlreiche geförderte Initiativen zurück. Dazu gehören unter anderem die Unterstützung der Nandri-Kinderhilfe, der Jugend-Förderpreis, Sprachkurse für Grundschüler, Projekte mit der Alten Wache und der Windrose, der Deutschsommer, Baumpflanzaktionen, das Vorleseprojekt, Hilfe für die Ukraine sowie die Einrichtung von Bücherzellen.
Musikalisch begleitet wurde der Abend vom Saxophonisten Jan Beiling. Für besondere Begeisterung sorgten außerdem Aktive der „Clown-Doktoren“, deren Arbeit – insbesondere mit Kindern – der Rotary Club Oberursel gerne unterstützt und auch im Rahmen des Jubiläums mit einer Spende förderte.
Mit dem zwanzigjährigen Bestehen blickt der Rotary Club Oberursel auf eine erfolgreiche Entwicklung zurück und sieht sich zugleich motiviert, auch in Zukunft soziale und gemeinnützige Projekte in Oberursel und darüber hinaus tatkräftig zu unterstützen.
Die Clown-Doktoren
Wie alles begann
Schon 1986 erkannte Michael Christensen, Mitbegründer des New Yorker Big Apple Circus, die heilende Wirkung des Clown Doctoring und entsandte Clowndoktoren als Mitglieder der Clown Care Unit zu kranken Kindern in Kliniken. Inspiriert von dieser selbstschöpferischen Idee gelang es einer dieser Clowndoktoren, Laura Fernandez, auch in Deutschland Clowndoktoren zu etablieren.
Im Jahr 1994 war es dann so weit: Der Verein „DIE CLOWN DOKTOREN“ wurde gegründet und legte damit den Grundstein für das Clown Doctoring in Deutschland. „DIE CLOWN DOKTOREN“ verstehen sich als Kameraden, die „ihre“ kleinen Patienten beim Genesungsprozess begleiten und unterstützen wollen. Das Herausgerissensein aus der Normalität des Alltags löst bei Kindern oft Traurigkeit und Angst aus. Durch die spielerische Betreuung der Clowndoktoren, die stets in enger Abstimmung mit dem medizinischen Pflegepersonal der Klinik ihre Visiten planen, wird dem Krankenhausaufenthalt etwas von seiner Ernsthaftigkeit genommen. Mit ihren Verkleidungen als lustige Ärzte rücken z. B. Dr. Schnickschnack oder Dr. Johannis Kraut mit Improvisationen, Puppenspiel, Musik und Pantomime eine fröhliche und unbeschwerte Komponente in den Mittelpunkt.
Durch das Einbeziehen der kleinen Patienten in ihre Späße unterstützen und fördern sie die gesunde, spielerische Seite der Kinder, aktivieren deren Selbstheilungskräfte und unterstützen somit die medizinische Therapie durch die Kraft des Humors. Seit 2009 besuchen die Clowns auch regelmäßig Menschen in Senioren- und Pflegeheimen.
Über den Rotary Club Oberursel
Der Rotary Club Oberursel wurde 2006 gegründet und engagiert sich im Sinne der internationalen rotarischen Idee für Freundschaft, Verständigung und Gemeinwohl. Die 44 Mitglieder – Frauen und Männer verschiedener Berufe und Generationen – treffen sich regelmäßig zu Vorträgen und Projekten. Neben weltweiten Hilfsinitiativen liegt der Schwerpunkt auf der Jugendförderung, etwa durch Schüleraustauschprogramme, Berufsinformationstage und den Jugendförderpreis. Sichtbare Zeichen des Engagements sind zudem die beliebten Bücherzellen im Camp-King, in Weißkirchen, Oberstedten und Stierstadt. Auch die Arbeit der Vereine in Oberursel wird aktiv unterstützt.

