Bilanzkonferenz: die Taunus Sparkasse erfreulich gut durch das Krisenjahr gekommen

Kelkheim (kez) – Die Taunus Sparkasse, mit einer ihrer größten Filialen in Kelkheim, „ist mit erfreulich guten Ergebnissen aus dem operativen Geschäft unerwartet gut durch das Krisenjahr gekommen“, formulierte Vorstandsvorsitzender Oliver Klink in der Bilanzpressekonferenz des Geldinstituts. Einem deutlichen Anstieg bei den Erträgen stehe ein solides Kosten-Management gegenüber. Eine klare Ausrichtung auf das klassische Kundengeschäft habe sich auch im Krisenjahr 2022 bewährt.

Das operative Ergebnis erreiche mit 50 Millionen Euro ein unerwartet gutes Resultat und reihe sich in die starken Ergebnisse der Vorjahre ein. Maßgeblich für den leichten Rückgang gegenüber dem operativen Vorjahresergebnis (51,5 Millionen Euro) sei der deutlich gestiegene Sachaufwand aus überraschend stark gestiegenen Fremdkosten – namentlich die Energiekosten und Bankenabgabe – gewesen. „Unter Berücksichtigung der Sondereffekte ist 2022 das beste Betriebsergebnis vor Bewertung der Geschichte der Taunus Sparkasse.“ Im Kundengeschäft habe die Taunus Sparkasse erneut überzeugen können: Die Einlagen der Kunden stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 5,3 Prozent auf 5,8 Milliarden Euro (Vorjahr 5,5 Milliarden Euro). Im Kreditgeschäft sei das Volumen um 2,8 Prozent auf aktuell 6 Milliarden Euro (Vorjahr 5,8 Milliarden Euro) gestiegen. Das Depotvolumen blieb konstant bei 2,2 Milliarden Euro. „Der durch die Baisse an den Märkten verursachte Rückgang im Depotvolumen konnte mit Netto-Neu-Anlagen der Kunden in Höhe von rund 190 Millionen Euro wieder gutgemacht werden.“ Und weiter: „Natürlich haben die Börsenturbulenzen den Beratungsbedarf zum Thema Wertpapiergeschäft noch einmal verschärft. Aber es ist uns gelungen, große Verkaufswellen zu vermeiden – davon haben alle profitiert“, führte Klink aus.

Allerdings zeigte sich im Kreditgeschäft durch den Einbruch der Nachfrage nach privaten Baufinanzierungen in der zweiten Jahreshälfte ein leichter Rückgang bei Privat- & Gewerbekunden um 45,3 Millionen Euro auf 1,3 Milliarden Euro. Im Wertpapiergeschäft gingen die Bestände in diesem Kundensegment um 8,8 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro (Vorjahr 1,3 Milliarden Euro) zurück.

Der Personalaufwand konnte im vergangenen Jahr bei 58,5 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr erneut konstant gehalten werden. Die Kosten für den Sachaufwand – neben den erstmalig verbuchten Mietzahlungen getrieben vor allem von erheblichen und unerwarteten Mehraufwänden für IT-Dienstleistungen, Energie und Regulatorik – stiegen von 37,6 Millionen Euro in 2021 auf 42,8 Millionen Euro und damit um mehr als fünf Millionen Euro oder 13,8 Prozent.

„Dass die Bankenabgabe noch einmal in dieser Höhe zuschlägt, hatten wir hingegen nicht auf dem Schirm. Eine Kompensation dieser temporären Effekte über Eingriffe in die Personalstruktur kam für uns nicht in Frage.“

Abschließend: Die Taunus Sparkasse belegt den zweiten Platz der 49 Sparkassen in Hessen und Thüringen.



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