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Altkleider sollten nach Möglichkeit in den zahlreichen Altkleider-Containern wie hier in der Sulzbacher Straße am Penny-Parkplatz entsorgt werden.Foto: Schlosser
Schwalbach (sz). In den vergangenen Wochen gab es Meldungen, dass alte Textilien nicht mehr in die Restmülltonne geworfen werden dürfen. Einige Schwalbacherinnen und Schwalbacher hat das verunsichert. Sie wollten wissen, ob ihre Restmülltonnen nicht geleert wird, wenn Lumpen darin sind.
Die Abfallberatung der Stadt Schwalbach erläutert, dass das Bundesumweltministerium klargestellt hat, dass zerschlissene Kleidung und verschmutzte Textilien auch weiterhin in die Restmülltonne geworfen werden können. Das gelte, solange es dafür noch keine Verwertungsmöglichkeit dafür gibt.
Hintergrund der Verunsicherung ist eine neue Regelung, nach der die Städte und Landkreise Alttextilien getrennt erfassen müssen. Unter den Begriff Alttextilien fallen zum Beispiel Kleidung, Bett- und Tischwäsche, Handtücher und Vorhänge. Damit sollen noch trag- und nutzbare Textilien einer Weiterverwendung oder einer Verwertung zugeführt werden.
In Schwalbach können nach Angaben von Erstem Stadtrat Thomas Milkowitsch die Bürgerinnen und Bürger wiederverwendbare, saubere Kleidung und Textilien im Anziehpunkt abgeben oder in die zahlreichen Altkleider-Container füllen. Abfallberaterin Ulrike Marschall sagt: „In die Altkleidercontainer sollte weiterhin gebrauchstaugliche Kleidung gegeben werden. Auf den Containern steht, welche anderen Textilien darüber hinaus angenommen werden. Idealerweise kommen brauchbare Altkleider erst einmal in die Waschmaschine. So tragen Sie dazu bei, dass diese auch wirklich weitergenutzt werden und kein Schmutz in die Container gerät.“
In Deutschland werden rund eine Million Tonnen Alttextilien pro Jahr getrennt gesammelt, das sind über 15 Kilogramm je Einwohner. Über 60 Prozent werden als Gebrauchttextilien verwendet und zur Wiederverwendung vorbereitet. Rund 26 Prozent werden einem Recycling zugeführt.
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