Schwalbach (sz) – Mit einer überörtlichen Baugenossenschaft will die Schwalbacher SPD dem Mangel an „bezahlbarem Wohnraum“ begegnen. Vergangene Woche hat die Fraktion dazu einen Prüfantrag ins Stadtparlament eingebracht.
Danach soll der Magistrat untersuchen, welche Voraussetzungen entweder für die Gründung einer eigenen Baugenossenschaft oder den Beitritt zu einer bereits bestehenden Genossenschaft im östlichen Main-Taunus-Kreis bestehen. Als mögliche Partner nennt die SPD-Fraktion die Städte Eschborn, Sulzbach und Bad Soden.
Die Sozialdemokraten begründen ihren Antrag mit der Entwicklung der Baukosten. Der Erwerb von Wohneigentum sei gerade für Normalverdiener, insbesondere für junge Familien, immer schwieriger geworden. Auch auf dem privaten Wohnungsmarkt erschwerten gestiegene Kosten und das Agieren gewinnorientierter Investoren den Zugang zu bezahlbarem Wohnraum.
Laut SPD-Fraktion könne genossenschaftliches Bauen eine Alternative sein. Dabei stehe nicht die Gewinnmaximierung im Vordergrund. Denkbar sei die Umsetzung in neuen Baugebieten – etwa bei künftigen Projekten „Am Flachsacker“ – oder eine maßvolle Verdichtung innerhalb des Stadtgebiets. Die Genossenschaft könne auch dazu beitragen, Schwalbacher Familien und bestimmten Gruppen wie Feuerwehrleuten oder städtischen Bediensteten preiswerte Wohnungen anzubieten, selbst wenn diese in Nachbarkommunen entstünden.
Im Antrag betont Fraktionsvorsitzender Eyke Grüning, dass die Zusammenarbeit mit Nachbarstädten und Gemeinden aus finanziellen und organisatorischen Gründen sinnvoll sei.