Feuerwehrübung im Frohsinn-Weg

Die Jugendfeuerwehr aus Steinbach löscht vom Frohsinn-Weg aus.Fotos: Tappenden

Von Graham Tappenden

Steinbach/Oberursel. Am vergangenen Samstag wurde eine starke Rauchentwicklung am Vereinsheim des KV Frohsinn gemeldet. Der Rauch stammte allerdings nur von zwei Nebelmaschinen, wie man sie bei einer Disco finden würde, und war Teil der Jahresanfangsübung der Jugendfeuerwehren aus Oberursel und Steinbach.

Nacheinander wurden die Wehren alarmiert und rückten mit Blaulicht und Martinshorn an. Um nicht mit Blaulicht über die U-Bahn-Schienen fahren zu müssen, wartete die Wehr Mitte bereits bei der Alten Leipziger und war schnell vor Ort. So wie die Wehr aus Oberstedten, die sowohl über den Bergweg als auch über den Feldweg „An den Kieskauten“ fuhr.

Nur sechs Minuten nach der Alarmierung waren die ersten Fahrzeuge im Hof und es wurde mit den Löscharbeiten am Hauptgebäude begonnen. Nach ihrer Ankunft im hinteren Bereich des Hofes kümmerten sich Jugendliche aus Bommersheim um das Nebengebäude.

Zu diesem Zeitpunkt wurden 14 Personen noch als vermisst gemeldet. Es dauerte nur vier weitere Minuten, bis der erste Suchtrupp sich – mit Taschenlampen und Atemschutzflaschen – auf den Weg ins Gebäude machte. Die Atemschutzflaschen sind zwar nur Attrappen, helfen den Jugendlichen aber, sich daran zu gewöhnen, das Gewicht am Rücken zu haben. Bald waren alle vermissten Personen, gespielt von Mitgliedern der Minifeuerwehren aus Oberstedten, Mitte und Bommersheim, wieder in Sicherheit.

In dieser Zeit waren die Wehren aus Stierstadt, Weißkirchen und Steinbach angekommen und positionierten sich in einer Reihe im Frohsinn-Weg, außerhalb des Geländes. So wurde der Brand von mehreren Seiten bekämpft. Da der Weg am Feldrand ist, stehen nur wenige Hydranten zur Verfügung, und, so wie es bei einem Waldbrand wäre, wurde das Wasser hauptsächlich von einem Abrollbehälter mit 10.000 Litern sowie dem Großtankfahrzeug aus Oberstedten mit 7.000 Litern geliefert, unterstützt von einem Hydranten an der Fichtenstraße.

Kurz nach halb vier kam die Information, dass der Brand gelöscht sei und es konnte mit den Aufräumarbeiten begonnen werden, bevor sich alle Jugendlichen und ihre Betreuer auf den Weg zum Feuerwehrhaus in Oberstedten zur Nachbesprechung und einer Stärkung machten.

Dort angekommen, erklärte Karsten Wege, Jugendwart aus Oberstedten, die Übung noch einmal. Insgesamt nahmen 80 Jugendliche daran teil, darunter 14 aus Steinbach. Aktuell sind 120 Jugendliche in den fünf Oberurseler Wehren aktiv.

Der Oberurseler Feuerwehrdezernent Jens Uhlig lobte ihren Einsatz. „Macht weiter so, wir brauchen euch als Nachwuchs“, sagte er.

Für den Stadtjugendfeuerwehrwart Tim Kinkel und seine Stellvertreterin Larissa Hagen war es die letzte große Übung in ihren fünf Jahren Amtszeit. Ihre Nachfolger werden bei der Jahreshauptversammlung im April ernannt.



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