Bad Homburg (hw). Während in Bad Homburg die Arbeiten für die U-Bahn-Verlängerung vorangehen, wirft der Verein für Geschichte und Landeskunde einen Blick in die Anfangszeit des Nahverkehrs auf Schienen. Seit 1899 verkehrte in Homburg vor der Höhe eine Straßenbahn, ein Jahr später wurde mit der Saalburgbahn auch die wichtigste Touristenattraktion der Stadt ans Schienennetz angeschlossen.
Der Vortrag unternimmt eine Exkursion durch das Homburg in der Zeit um 1900. Alte Fotografien und Ansichtskarten dokumentieren den damaligen Straßenbahnbetrieb. Die unterschiedlichen Fahrzeuge sowie der Betriebsablauf werden erklärt. Alte Pläne zeigen den Verlauf der Trasse auf. Der historische Bogen spannt sich von der Entstehung über die Nutzung hin zum Niedergang des Straßenbahnverkehrs in Homburg. Auch Bilder des einzigen noch vorhandenen originalen Triebwagens werden zu sehen sein.
Der Referent Georg Ament hat mit einigen Gleichgesinnten vor 40 Jahren den Verein Interessengemeinschaft Eisenbahn Bad Homburg gegründet. Der Verein hat sich der Geschichte des Schienenverkehrs rund um Bad Homburg verschrieben. Er sammelt Fotos, Informationen und Pläne, veranstaltet Ausstellungen und macht die Geschichte anhand von Modellen erlebbar.
Der Vortrag „Saalburgbahn und Homburger Straßenbahn – Ausflug in die Homburger Verkehrs- und Technikgeschichte“ am Freitag, 30. Januar, beginnt um 19.30 Uhr im Kurhaus. Er ist öffentlich bei freiem Eintritt.
Der alte Homburger Bahnhof mit Kutsche und StraßenbahnFoto: Stadtarchiv
