Bad Homburg (fk). Klein, aber fein. Diesem Motto wird der Kirdorfer Zug wahrlich gerecht. Zum Zug, da geht man hin. Klein und Groß, Jung und Alt säumten in bunten und originellen Kostümen die Zugstrecke, um den närrischen Lindwurm mit lautem „Homburg Helau“ zu begrüßen.
Eine Seniorin mit Rollator hatte ein jeckes Hütchen aufgesetzt, ihr Mann schmückte sein Haupthaar mit einer neckischen Feder. Auffällig war, dass auch ganz viele Kinder verkleidet und voller Vorfreude am Straßenrand standen. Pünktlich um 14.11 Uhr setzte sich der fröhliche Narrentross, der wie immer bei der Kirdorfer Wehr im Usinger Weg Aufstellung genommen hatte, in Bewegung. Doch es dauerte etwas, bis sich der närrische Lindwurm durch die Gassen am Taunusdom geschlängelt hatte und schließlich beim Kirdorfer Kreuz auf der Hauptstraße ankam. Dort standen die Zuschauer dicht an dicht und jubelten den Aktiven zu. Mit dabei waren nicht nur die Homburger Karnevalsvereine der Heiterkeit, die Freunde des Carneval (FdC) mit ihrer Faschingskanone „Sandlies“, der Club Humor, der in diesem Jahr mit Anniie I. die Fastnachtsprinzessin stellt, die Narren des Homburger Carneval Vereins (HCV) und die Kolpingfamilie Kirdorf, sondern auch die Interessengemeinschaft Kirdorfer Feld (IKF). Vom Magistratswagen winkten Oberbürgermeister Alexander Hetjes, Bürgermeister Dr. Oliver Jedynak und Stadtrat Tobias Ottaviani fröhlich dem närrischen Volk zu. Die Politiker hatten sich als Motto für ihren Wagen das Thema „Unterwegs in die Zukunft – U-Bahn 2.0“ ausgesucht und bewiesen als Bauarbeiter verkleidet, dass sie Humor haben. Mit Helau und Hallo schlängelte sich der Zug über die Raabstraße und die Hauptstraße, folgte schließlich der Kirdorfer- und der Huserstraße bis zum Sportplatz am Wiesenborn und marschierte von dort aus zurück zur Bachstraße über den Stedter Weg bis zum Bürgerhaus Kirdorf. Die Kamelle flogen dabei in weitem Bogen in die Zuschauermenge und die Kinder hatten gewiss den größten Spaß daran, die süßen Bonbons und Popcorn-Tütchen vom Boden aufzusammeln. Sie hatten ihre Schulranzen verkehrt herum aufgeschnallt mit allen Reißverschlüssen offen und forderten die Narren auf, die Kamelle gleich dort reinzuwerfen. Sehr clever!
Auch Kevin (27 Jahre) mit einem rosafarbenen, aufblasbaren Pony unterwegs und Maike (25 Jahre), als Meerjungfrau kostümiert, waren aus Eschborn zum Zug gekommen. Bereits seit zwei Jahren, so verrieten sie, sind sie beim Kirdorfer Zug dabei und schätzen die „Familiäre Atmosphäre. „Nach dem Zug werden wir uns noch mit Freunden treffen und den Tag ausklingen lassen“, so die beiden.
Doch nach dem Umzug war das närrische Treiben längst nicht zu Ende. Im Bürgerhaus wurde anschließend die Nach dem Zug-Party gefeiert.
Der CV Heiterkeit ist mit insgesamt 70 Personen beim Kirdorfer Fastnachtsumzug vertreten. Die Minigarde „Little Sunshines“, die Garde „LA-Teenies“, die Große Garde, die Frauengruppe, die Apres Burner und Tanzmariechen Sofia Bocchiocchi – alle machen mit.Fotos: fk
Die drei von der Baustelle lassen grüßen. Stadtrat Tobias Ottaviani, Oberbürgermeister Alexander Hetjes und Bürgermeister Dr. Oliver Jedynak nehmen als Bauarbeiter die U2-Verlängerung auf die Schippe.Foto: fk
Wer sein Kirdorf liebt, der ist auch beim Karnevalsumzug dabei. Diese fünf Jungs machen vor, wie es geht.Fot fk
Tiger und Leopard fühlen sich nicht nur im Dschungel wohl, sondern auch beim Umzug in Kirdorf.
Die Kolping Kirdorf begeistert die Zuschauer mit ihrem Motto Aprés-Ski inklusive Pinguin.




