Bad Homburg (hw). Im Kulturzentrum Englische Kirche, Ferdinandsplatz, ist noch bis 7. Juli die Ausstellung der Künstlergruppe „The Canadian Five“ mit dem Titel „Spirit of the Wild“ zu sehen.
Kanada, der flächenmäßig zweitgrößte Staat der Welt, mit seinen riesigen noch unbesiedelten Flächen, seiner grandiosen Weite und Wildnis ist für viele Menschen ein Sehnsuchtsort. Natur, Landschaft und Malerei sind wesentliche Elemente in der Welterfahrung der Menschen. Menschen erleben und genießen durch Bilder die Natur und sich selbst. Insbesondere Landschaftsbilder der menschenfernen Natur sind wichtige Quellen der Freude und der Selbstbesinnung. Sie sind Gegenstück und Ruhepol in der Dynamik und Hektik des urbanen Lebens.
Der Umgang mit der Natur ist ein lebenswichtiges Thema unserer Zeit. Sorgsam mit der Vielfalt des Lebens umzugehen ist eine Hauptaufgabe für uns alle. Die Kunst vergegenwärtigt uns diese Bedeutung.
Die Ausstellung „Spirit of the Wild“ in der Englischen Kirche zeigt erstmals in Deutschland Werke der Künstlergruppe „The Canadian Five“ aus Toronto. Die Mitglieder verbindet die Leidenschaft für die kanadische Wildnis und die Malerei in der freien Natur. Sie setzen sich für ihren Erhalt und ihren Schutz vor weiterer Zerstörung und Ausbeutung ein.
Sie gestalten ihre Landschaftsbilder in der Tradition der kanadischen und europäischen Landschaftsmalerei. Emily Carr und die Group of Seven, deren Werk die Schirn im Jahr 2021 eine bedeutende Ausstellung gewidmet hat, sind wichtige Bezugspunkte ihrer Kunst.
Ihre Bilder entstehen direkt in der Natur, beeindruckt von der Schönheit und Besonderheit der sie umgebenden Landschaft und Wildnis. In ihren Bildern ist der Geist diese Natur spürbar.
Die 50 Bilder der Ausstellung laden zum Verweilen und genauen Betrachten der Landschaften, ihrer künstlerischen Darstellung und Techniken und zum Gespräch darüber ein.
Das Begleitprogramm der Ausstellung fördert diesen deutsch-kanadischen Dialog mit Workshops, Vorträgen und Medien zu den Ausstellungsthemen von „Spirit of the Wild“.
Geöffnet ist die Ausstellung mittwochs bis freitags von 16 bis 19 Uhr sowie samstags und sonntags von 14 bis 18 Uhr. Eintritt frei.