Durch Sport präventiv das Krebsrisiko senken

Macht sich mit Begeisterung für den Reha-Sport der Homburger Turngemeinde 1846 stark: Trainerin Doris Breitfelder ermutigt Patienten und Menschen mit Beschwerden zur Bewegung. Foto: Bergner

Bad Homburg (a.ber). Wer kennt das nicht: Im Rücken zieht und schmerzt es – aber man kann sich nicht aufraffen, Sport für die Rückenmuskulatur zu machen. Wenn Doris Breitfelder von der Homburger Turngemeinde 1846 (HTG) von den guten Möglichkeiten des Reha-Sports spricht, meint sie nicht nur die älteren und alten Menschen, die in dem traditionsreichen Turnverein etwas für ihre Gesundheit tun. Orthopädische Probleme haben laut der Trainerin schon oft die gerade über 40 Jahre alten Menschen. Seit vier Jahren leitet Doris Breitfelder Kurse der Homburger Turngemeinde, und seit einiger Zeit sind drei Reha-Kurse dazugekommen – „Das Thema Gesundheitssport wird jetzt in der HTG großgeschrieben.“ Unter anderem engagiert sich der Verein für die Aktion „Bewegung gegen Krebs“ – nun soll auch ein Kurs angeboten werden für Menschen, die an Krebs erkrankt sind und therapiebegleitend Sport treiben wollen.

Die Reha-Kurse für das Krankheitsbild Orthopädie werden, so Doris Breitfelder, vom Arzt verordnet. Die Krankenkasse übernimmt 50 Trainingseinheiten – „mehr als ein Jahr lang können Patienten so kostenfrei bei uns Sport treiben, und wir hoffen, dass sie auch danach mit dem Sport weitermachen“, sagt die Trainerin, die die Abteilung Reha-Sport aufgebaut hat. „Wir wollen Menschen erreichen, die bisher kaum oder gar keinen Sport gemacht haben.“ Kalkschulter, künstliche Gelenke, Bandscheibenschäden oder Gleitwirbel: Diese und andere Beschwerden können durch regelmäßige Bewegung unter fachkundiger Anleitung stark gelindert werden. Wer ambitioniert ist, kann danach oder begleitend das Angebot im „motoricum“, dem neuen Fitness- und Gesundheitsstudio der HTG im Feripark am Niederstedter Weg nutzen.

Doris Breitfelder, die in ihrer Jugend selbst durch ihre sportbegeisterten Eltern zum Bergsteigen, Surfen und Klettern animiert worden war und nach dem BWL-Studium eine Ausbildung als Nordic-Walking-Trainerin absolvierte, arbeitet seit vier Jahren für den Bad Homburger Turnverein. Sie machte begeistert eine Lizenz nach der anderen, und leitet zur Zeit zwölf Kurse. Besonders liegt Doris Breitfelder der Sport in Zusammenhang mit Krebserkrankungen am Herzen. „Man kann präventiv sein Krebsrisiko durch Sport senken oder dadurch die Nebenwirkungen der Erkrankung senken“, sagt sie. „Durch Bewegung wird auch nachweislich die Angst vor oder in der Erkrankung reduziert.“ In ihrem Kurs „Body in Balance“ zum Beispiel geht es vor allem um Entspannung – „das wirkt angstlösend.“

Für Krebspatienten

 

Doris Breitfelder hat nun in Zusammenarbeit mit den Hochtaunus-Kliniken auch einen therapiebegleitenden Kurs für onkologische Patienten entwickelt. Er findet jeden Freitag von 11 bis 12 Uhr in der Halle im Niederstedter Weg 2 statt und ist kostenlos. Der Förderverein der Hochtaunus-Kliniken sponsert das Angebot an die Krebspatienten der Klinik. Zwei weitere onkologische Kurse für Frauen und Männer sind in Planung. Wenn man bedenkt, dass laut Angaben des Robert-Koch-Instituts nur etwa ein Drittel der Erwachsenen auf ausreichende Bewegung achtet und lediglich ein Viertel regelmäßig mindestens zwei Stunden Sport in der Woche treibt, dann ist die Werbung und Begeisterung von Doris Breitfelder für die Angebote der Homburger Turngemeinde nur zu berechtigt.

!Wer sich für die Reha-Kurse der HTG interessiert, kann unter Telefon 06172-22929 oder unter per E-Mail an doris.breitfelder[at]htg-badhomburg[dot]de mit Trainerin Doris Breitfelder Kontakt aufnehmen.



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