Mülldetektive spüren Plastikverpackungen auf

Bad Homburg (ad). Gerade in der heutigen Zeit ist es wichtig, die Kinder an einen bewussten Umgang mit Ressourcen heranzuführen. Die Bereitschaft zum umweltbewussten und umweltgerechten Handeln kann sich nur in einer Umgebung entwickeln, in der es entsprechende Regeln und Vorbilder gibt. Und wo wäre ein besserer Ort als in einer Kita, um die Kinder an dieses so wichtige Thema heranzuführen?

Die Erzieherinnen Susanne Fath und Gabi Reimann von der katholischen Kindertagesstätte St. Johannes in Kirdorf machten genau das. Die beiden Frauen vertreten die Meinung, dass Umwelterziehung nicht erst in der Schule stattfinden darf, sondern auf jeden Fall schon Teil des sozialen Lernens und Lebens im Kindergarten sein sollte. Sozialkompetenz heiße nämlich nicht nur, auf andere Menschen eingehen zu können, sondern auch einen emotionalen und positiven Bezug zur Natur aufbauen zu können und dieser wertschätzend gegenüberzutreten. Anliegen des Umweltprojekts ist es, einen verantwortungsbewussten Umgang mit der Umwelt und den natürlichen Ressourcen zu vermitteln. So betätigten sich die Kinder als „Mülldetektive“. Die Mädchen und Jungen machten sich auf die Suche nach Abfall und Plastikmüll, insbesondere im Kita-Alltag, und versuchten dabei nicht nur zu erkennen, wo und wie man ihn findet, sondern insbesondere auch, wie man ihn vermeiden kann. Sie fragten sich unter anderem: Muss es immer der „Trink-Quetschi“ aus der Plastikflasche sein oder kann man einen Quetschi vielleicht sogar selbst herstellen, indem man Apfel und Karotte gleichzeitig im Mund ordentlich zerkaut? Außer dem theoretischen Wissen über die Auswirkungen von Plastikmüll konnten sich die Kinder aktiv mit plastikfreien Alternativen beschäftigen. Die Kinder erfuhren, wie auf Plastik im Alltag verzichtet werden kann, und lernten außerdem, dass manche Abfallmaterialien wieder verwertet oder verwendet werden können.

Ganz besonders eindrucksvoll setzten sie dies beim alljährlich in der Kita stattfindenden Ostermarkt um. Zahlreicher Osterschmuck war aus Dingen entstanden, die sonst in der Mülltonne gelandet wären. Mit dieser Art von „Upcycling“ hatten die Kinder großen Spaß, aus Alt machten sie Neu.

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