Freiwillige Feuerwehr Altenhain blickt auf ein ereignisreiches Jahr zurück

Altenhain (Sc) – Die Freiwillige Feuerwehr Altenhain eröffnete am vergangenen Freitag den Reigen der obligatorischen Jahreshauptversammlungen (JHV) der Sodener Wehren und blickte auf ein ereignisreiches Jahr zurück. Dass Kameradschaft in Altenhain großgeschrieben wird, wurde schon vor Beginn der JHV mehr als deutlich – als sich der Raum in der Feuerwache Altenhain füllte, gab es ein großes „Hallo“ – herzliche Begrüßungen, lachende Gesichter und natürlich viele persönliche Gespräche. Vor nahezu vollem Haus eröffnete Denis Gärtig (Wehrführer) die Versammlung pünktlich in Anwesenheit von Bürgermeister Dr. Frank Blasch.

Erfolgreiches Berichtsjahr 2025

Denis Gärtig hat die Wehrführung erst im vergangenen Jahr gemeinsam mit seinem Stellvertreter, Fabian Gärtig, übernommen und konnte nun in seinem ersten Bericht viel Positives berichten. Besonders positiv wertete er die hervorragende personelle Aufstellung der Einsatzabteilung, die im Ernstfall auf 41 aktive Feuerwehrfrauen und -männer zurückgreifen kann – gemessen an der Größe des Ortsteiles eine tolle Nachricht!

Im Mittelpunkt der jährlichen Aktivitäten stand auch im vergangenen Jahr die Teilnahme zahlreicher Mitglieder an Seminaren, Lehrgängen und natürlich feuerwehrtechnischen Übungen. Die Ausbildung werde, so Gärtig, zielgruppenorientiert durchgeführt und verlange den Ausbildern einiges ab. Einige Seminare und Ausbildungslehrgänge dauerten mehrere Wochen, welche die ehrenamtlich Aktiven zusätzlich – neben dem Beruf, der Familie und den normalen Diensten – „investierten“, weshalb dieses Engagement auch nicht hoch genug geschätzt werden könne.

In 2025 standen insgesamt 96 Einsätze in den Büchern, wobei eigentlich alles aus dem Spektrum der Feuerwehreinsätze dabei gewesen sei. Neben den sich häufenden Fehlalarmen von Brandmeldern war die Altenhainer Wehr auch bei dem Großbrand einer Lagerhalle in Neuenhain und einem schweren Unfall auf dem „Wuzzepass“ im Einsatz. Außerdem gab es Hilfseinsätze in den Nachbarkommunen und der Klassiker „Katzenrettung vom Dach“ durfte natürlich auch nicht fehlen.

Weniger Schönes gab es von der Technik zu berichten, war doch das Tanklöschfahrzeug (TLF) im vergangenen Jahr öfters in der Werkstatt zu finden und damit nur leidlich einsatzfähig.

Jugendfeuerwehr

Im Anschluss hatte Tim Gärtig in seiner Eigenschaft als Jugendfeuerwehrwart das Wort und es sei vorausgeschickt, dass er in diesem Amt, das er bis dato „nur“ kommissarisch ausgeführt hatte, im Rahmen dieser JHV offiziell und mit einstimmigem Wahlergebnis bestätigt wurde.

Bei der Jugendfeuerwehr ist immer was los und das Jahr startete traditionell mit der Sammlung der Christbäume in Altenhain. Obwohl drei Mitglieder der Jugendfeuerwehr in 2025 in die Einsatzabteilung wechselten, wurden die Mitglieder – der besseren Ausbildung wegen – in zwei Ausbildungsgruppen aufgeteilt. Tim Gärtig blickte auf die erfolgreiche Teilnahme an Feuerwehrwettkämpfen zurück, bei denen die Altenhainer Jugend nicht nur einmal als 1. Sieger vom Platz ging. Gut in Erinnerung war auch das alljährliche Zeltlager mit Besuch des HolidayPark und die Verabschiedung von Fabian Gärtig als vormaligen Jugendwart, der die Gruppe in das Phantasialand führte, wo er mit viel Herzblut und noch mehr Spaß nach 12 Jahren aus dem Amt verabschiedet wurde.

Mini-Feuerwehr

Für die ganz kleinen Feuerwehrbegeisterten ist Enrico Gottschalk verantwortlich und auch er konnte nur Positives aus seiner Arbeit berichten. Für die Minis gab es viel Spannendes zu entdecken: ob die Grundzüge des Funkens, Einblicke in den Atemparkour, Fahrzeugkunde oder erste Löschübungen: Alles war spannend und neu! Es gab einen Grillnachmittag mit den Familien und neue „Uniformen“, die jetzt u.a. mit praktischer Latzhose und T-Shirt modisch begeistern. Dass die Feuerwehr auch in jungen Jahren „Spaß macht“, war deutlich daran zu erkennen, dass sechs Minis in die Jugendfeuerwehr übergeben werden konnten.

„Bedürfnis nach Sicherheit wächst“

In seinen Grußworten nahm Bürgermeister Dr. Frank Blasch Bezug auf die wachsenden Aufgaben der Feuerwehren, die mittlerweile weit über den Brandschutz hinausgehen. Nachdem er den Einsatzkräften für ihr ehrenamtliches Engagement gedankt und die neue Wehrführung zu ihrem ersten – sehr erfolgreichen – Jahr beglückwünscht hatte, sprach der Bürgermeister über schwierige Zeiten und das wachsende Bedürfnis nach Sicherheit in der Bevölkerung. Nicht nur Brandschutz, sondern auch Katastrophenschutz und Gefahrenlagen müssten mitgedacht und entsprechende Vorkehrungen getroffen werden. Das Bewusstsein für diese Themen, so Dr. Blasch, wachse und damit die Anforderungen – technisch wie auch organisatorisch – ebenso. In Zeiten knapper werdender öffentlicher Kassen sei leider nicht mehr „alles immer“ möglich und man müsse miteinander sprechen und gemeinsam Prioritäten setzen, um der Verantwortung gerecht zu werden.

„Gestalten, nicht verwalten“

Zum Ende gab es einen Abschied, denn Stadtbrandinspektor Nick-Oliver Kromer wird ab Mai nicht erneut für dieses Amt zur Verfügung stehen. Zum letzten Mal dankte er, auch im Namen des Wehrführerausschusses, den Einsatzkräften aus Altenhain für ihr ehrenamtliches Engagement zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger.

Die Ereignisse in Berlin, so Kromer, haben gezeigt, wie wichtig ein gut organisierter Katastrophenschutz für den Erhalt der inneren Ordnung sei. Hier sei „anpacken“ und nicht diskutieren gefragt gewesen und die Feuerwehr habe „geliefert“. Bereit sein, die Dinge neu zu denken und neue Wege zu beschreiten – dies sei sein Auftrag, den er den Einsatzkräften mit auf den Weg gebe. Er dankte für das langjährige Vertrauen, das ihm entgegengebracht worden sei und für die Offenheit, die manche Diskussion nötig, aber auch viele pragmatische Lösungen möglich gemacht hätten – die Mitglieder der Altenhainer Feuerwehr verabschiedeten „ihren“ Stadtbrandinspektor an diesem Abend – verdient – mit Standing Ovations!

Ehrungen für höchste Übungsbeteiligung: Ausgezeichnet für ihr hohes Engagement – gemessen an den geleisteten Übungsstunden – wurden: Erik Obermeier, Tim Gärtig und Fabian Gärtig (von rechts). Die Ehrung nahm Wehrführer Denis Gärtig (li) vor. Foto: Scholl



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