Sozialministerin Heike Hofmann (stehend) diskutierte zum Weltfrauentag mit Claudia Ludwig, Eva Sauter, Penelope Guckler und Martina Helmerich (von li.).Foto: SPD
Schwalbach/Bad Soden (MS) – Eine besondere Veranstaltung hat die SPD am vergangenen Sonntag zum internationalen Frauentag organisiert. Zum einen hatten die Ortsvereine aus Schwalbach, Eschborn, Bad Soden und Sulzbach die Diskussionsrunde gemeinsam organisiert. Zum zweiten stand mit der hessischen Sozialministerin Heike Hofmann ein prominentes Mitglied der Wiesbadener Landesregierung Rede und Antwort.
Rund 30 Besucherinnen und einige wenige Besucher waren ins „Restaurant Tennisclub“ nach Schwalbach gekommen. Neben Heike Hofmann saßen auf dem Podium die Kreistags-Spitzenkandidatin Penelope Guckler, die Fraktionsvorsitzenden aus Bad Soden und Eschborn, Dr. Martina Helmerich und Eva Sauter sowie die Schwalbacher Stadtverordnete Dr. Claudia Ludwig, die die Diskussion auch moderierte.
Eine echte Diskussion wollte allerdings nicht so recht aufkommen. Das lag einerseits an Heike Hofmann, die sehr ausführlich über ihre Arbeit und ihre Ansichten referierte, und zum anderen daran, dass sich die vier Teilnehmerinnen weitgehend einig waren. Da wurde der „Gender Pay Gap“ genauso beklagt wie fehlenden Betreuungsangebote und die nach wie vor geringe Zahl von Frauen in Führungspositionen.
Einig waren sich die vier Frauen – die sich alle sowohl in ihrem Berufsleben als auch in der Politik erfolgreich durchgesetzt haben – darüber, dass einige aktuelle Trends in „Social Media“ und der jüngeren Generation für die Sache der Gleichberechtigung Besorgnis erregend seien. So genannte Männlichkeits-Influencer, aber auch „Tradwifes“ – also Frauen, die im Internet das traditionelle Frauenbild glorifizieren – würden die Errungenschaften der Emanzipation gefährden. „Da waren wir eigentlich schon weiter“, sagte Claudia Ludwig.
Ein weiteres Thema war häusliche Gewalt gegen Frauen und was dagegen getan werden kann. Heike Hofmann verwies in diesem Zusammenhang auf das Gewaltschutzpaket, dass die Landesregierung auf den Weg gebracht hat.
Insgesamt stellten die fünf Politikerinnen heraus, dass in den vergangenen Jahrzehnten schon einiges erreicht worden sei, dass man aber im Kampf für mehr Gleichberechtigung nicht nachlassen dürfe. Heike Hofmann: „Am Ende profitieren doch auch die Männer von einer gleichberechtigten Gesellschaft.“