Bad Soden (Sc) – Am Montagabend fanden sich die Mitglieder des Gewerbevereins Bad Soden zu ihrer turnusmäßigen Jahreshauptversammlung (JHV) zusammen. Neben den üblichen Formalitäten ging es dabei auch um die Frage, ob der Vorstand ermächtigt wird, ein Projekt zum Thema „Geschenk- und Guthabenkarte“ weiter zu verfolgen. Die angedachte Geldkarte, deren Ausgestaltung in weiten Teilen noch offen ist, soll in Kooperation mit der Stadt auf den Weg gebracht werden.
Aktivitäten und Finanzen
Am Beginn einer jeden JHV stehen zunächst die Formalitäten, die unter dem Vorsitz von Matthias Fay recht zügig abgearbeitet waren. Einem Rückblick auf die erfolgreichen Aktivitäten des Jahres 2025, wozu u.a. mehrere kooperative Treffen mit der Wirtschaftsförderung der Stadt Bad Soden, die Schaufensteraktion zu Weihnachten, die Aktion „Heimatfrühschoppen“ und ein Besuch des „Osterhasen“ zu Ostern zählten, folgte der Kassenbericht. Zum Jahresende verfügte der Gewerbeverein über ein Gesamtvermögen in Höhe von ca. 18.500 Euro, die eine gute Basis für die Finanzierung des neu anstehenden Projektes „Geschenk- und Guthabenkarte Bad Soden“ bilden.
Kaufkraft in der Stadt binden
Mit der Auflage einer „Geschenk- und Guthabenkarte Bad Soden“ möchte der Gewerbeverein – gemeinsam mit der Stadt Bad Soden – die Möglichkeit schaffen, in Form einer aufladbaren Guthabenkarte Geldbeträge zu verschenken, die anschließend in Geschäften, Supermärkten oder Tankstellen im Postleitzahlenbereich 65812 (Bad Soden) eingelöst werden können. Die Karte soll dazu dienen, es Vereinen, Unternehmen und Privatpersonen zu ermöglichen, anderen Personen (Mitarbeitende, Verwandte, Mitglieder, etc.) Guthaben zur freien Verfügung bereitzustellen. Einzige Einschränkung soll dabei sein, dass sich das aufgeladene Guthaben nur in (teilnehmenden) Geschäften im Postleitzahlenbereich von Bad Soden verwenden lässt. Ein Auftrag wird sein, möglichst viele Gewerbetreibende von einer Teilnahme an dem Projekt zu überzeugen, so dass die Anwendungsmöglichkeiten des Guthabens möglichst vielfältig sind. Ziel ist es, die Kaufkraft in Bad Soden zu binden und den lokalen Handel nachhaltig zu stärken.
Abwicklung über externen Dienstleister
Da der Gewerbeverein weder über die Manpower, noch über die Expertise verfügt, dieses Projekt im Alleingang umzusetzen, möchten die Verantwortlichen gerne auf einen externen Dienstleister zurückgreifen, der sowohl die gesamte Abwicklung, als auch die „Kundenakquise“ übernimmt. Da die exakte technische und wirtschaftliche Ausgestaltung der „Karte“, die auch durchaus eine „App“ sein könnte, noch nicht feststeht, werden in nächster Zeit unterschiedliche Angebote eingeholt und auf ihre Anwendbarkeit hin überprüft werden.
Der Vorstand wurde in der JHV am Montag ermächtigt, das Projekt aktiv weiterzuverfolgen sowie einen geeigneten Dienstleister zur Umsetzung auszuwählen und zu beauftragen. Darüber hinaus wurde der Vorstand ermächtigt, für das Projekt finanzielle Mittel in Höhe von bis zu 12.000 Euro einzusetzen. Ein Verkaufsstart und das Roll-Out der „Karte“ ist frühestens für das Jahr 2027 geplant. Ein spannendes Projekt, das, wenn es erfolgreich umgesetzt werden kann, ganz sicher einen Mehrwert für die mehr als 150 Geschäfte in Bad Soden bedeuten würde. Den Beschenkten eröffnet eine ortsgebundene Geld- und Geschenkkarte darüber hinaus die Möglichkeit, die Angebotsvielfalt in den zahlreichen Bad Sodener Geschäften für sich (neu) zu entdecken.