Wie Heidenheim gegen die Bayern

Bad Soden (iba) – Dreizehnter gegen Zweiter, Abstiegskampf gegen Aufstiegsrennen, Abwehrschlacht gegen Offensivfeuerwerk, die Rollen waren eigentlich klar verteilt. Doch nach Spielende mussten sich die Bad Sodener sogar noch etwas ärgern, es wäre vielleicht mehr als ein Punkt drin gewesen.

So wie am Vortag der 1. FC Heidenheim unglücklich noch das 3:3 gegen Bayern München kassierte, bekamen die Gastgeber einen unglücklichen Elfmeter gegen sich gepfiffen – aus dem Spiel heraus gelang es der SG Sossenheim nicht, ein Tor zu erzielen.

Bad Soden, zwar mit dem Rücken zur Wand, aber auch mit der Flucht nach vorne, im Abstiegskampf braucht es Siege und die Blauen wollten drei Punkte. Viel ging über außen, viel ging über rechts, viel ging über Ömer Aydin – den wendigen Flügelfummler bekamen die Sossenheimer über 90 Minuten nicht in den Griff. Selbiger Aydin besorgte dann auch nach sieben Minuten das 1:0 für die Hausherren, in der Folge versuchte Sossenheim viel, es gelang wenig. Denn die Hausherren hatten zum einen Renner und Subatli in der Defensive, die viel wegräumten, zum anderen den Papst in der Tasche, beziehungsweise Vuletic im Tor: Mehrmals entschärfte die Sodener Nummer 1 gefährliche Schüsse, zwei Male scheiterten die Gäste zudem am Pfosten.

Doch dann kam diese unglückliche Aktion in der 65. Minute, in der Peter Sandner zur Grätsche ansetzte – und der Elfmeterpfiff ertönte. Ahmed Rasuly verwandelte zum 1:1, das auch der Endstand. Einerseits ärgerlich, weil Sossenheim aus dem Spiel heraus nicht traf und nicht alle Mannschaften „für“ die SG Bad Soden spielten (die TuS Hornau verlor überraschend zu Hause gegen Soden-Konkurrenten SFD Schwanheim mit 2:3), andererseits ordentlich, weil man gegen einen Aufstiegsfavoriten 90 Minuten lang mithielt, dem gegen die stabile Sodener Abwehr nicht viel mehr als „immer hoch und weit“ einfiel.

Hätten die Sodener schon die ganze Saison so gespielt wie am letzten Sonntag, hätten sie mit dem Abstieg sicher nichts zu tun.



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