Bad Soden (bs/iba) – Als die Veranstaltung gerade offiziell eröffnet war, blickte Frank Blasch etwas schuldbewusst in die Runde: „Auch wenn wir nicht in der Kirche sind, muss ich trotzdem gleich mal mit einer Beichte anfangen: Nein, ich habe meins immer noch nicht gemacht, das Jahr war einfach zu kurz!“
Kein Sportabzeichen also für den Bürgermeister, sonst wären es sogar 128 statt 127 geworden. 89 Erwachsene und 38 Kinder haben ihr Abzeichen am vorvergangenen Samstag im Bürgerhaus Neuenhain entgegennehmen können, insgesamt 20 mehr als im Jahr davor. Mit dieser Bilanz ist das vergleichsweise kleine Bad Soden auf Platz zwei im gesamten Main-Taunus-Kreis, so gab es Moderator Jan Nowitzky von der TSG Neuenhain am Rednerpult sichtlich stolz zu Protokoll. Allerdings mussten sich die „Ausgezeichneten“ auch bei diesem offiziellen Termin noch einmal kurz sportlich betätigen: Die Prüfer standen nämlich auf der Bühne und wollten wissen, wie es um den Trainingszustand der Anwesenden bestellt war, „also greifen wir zunächst mit den Armen nach oben und machen uns gaaaanz lang!“
Von 6 bis 94
Sie sind gesprungen und gelaufen, haben immer wieder trainiert und sich gesteigert. Und der Einsatz hat sich sichtbar gelohnt: Insgesamt 127 Sportlerinnen und Sportler erfüllten im vergangenen Jahr durch ihre regelmäßige und engagierte Teilnahme am Bad Sodener Sportlertreff die Voraussetzungen für den Erwerb des Deutschen Sportabzeichens; eine Urkunde und ein Präsent waren die verdiente Belohnung.
Bürgermeister Blasch und Moderator Nowitzky lobten die Ausdauer und den sportlichen Ehrgeiz aller Sportabzeichenerwerber, die damit einen wichtigen Beitrag zum Erhalt ihrer Gesundheit leisteten. Der jüngste war sechs Jahre alt, der älteste 94 Jahre! Jan Nowitzky freute sich, dass er insgesamt 19 Familien eine gemeinschaftliche Urkunde überreichen konnte. Hervorgehoben hat er auch die außergewöhnliche Leistung der „Wiederholungstäter“: Waltraud Sieper hat bereits ihr 50. Sportabzeichen erworben, Karl-Heinz Machlowitz sogar seine 58. Auszeichnung.
Auszeichnung für die Prüfer
Nicht nur die Sportler selbst wurden geehrt, sondern auch diejenigen, die alles punktgenau festhalten: „Das sind unsere Prüfer, ohne die geht gar nichts. Ohne die hätte niemand hier seine Urkunde bekommen können“, so Nowitzky. Als Dankeschön wurden die Prüfer ebenfalls auf die Bühne geholt und bekamen eine funktionelle Kopfbedeckung überreicht, damit sie weiter ihrer Tätigkeit nachgehen können, „auch wenn es draußen mal nicht so schön ist“, Wetterfestigkeit ist schließlich wichtig!
„Insgesamt können wir feststellen, dass das Interesse am Sportabzeichen weiterhin groß ist“, resümierte Jan Nowitzky, „die Zahl der Teilnehmer hat sich im Vergleich zu den Vorjahren weiter erhöht.“ Zum Schluss der feierlichen Übergabeveranstaltung mit „aktiven Bewegungspausen“ riefen Dr. Frank Blasch und Jan Nowitzky alle Sportlerinnen und Sportler auf, in ihren Bemühungen nicht nachzulassen und sich schon mal im Kalender den 27. April zu notieren: Das ist der Beginn der Übungssaison 2026. Wer dazukommen möchte, ist jeden Montag ab 18 Uhr auf dem Sportplatz am Sauerborn gerne gesehen.
Die Preisträger in der Übersicht:
127 Sportabzeichen wurden vergeben an:
89 Erwachsene und 38 Kinder, davon 23 Ersterwerber;
97 mal Gold (an 72 Erwachsene und 25 Kinder); 27 mal Silber (an 17 Erwachsene und 10 Kinder); 3 x Bronze (an 3 Kinder).
Darüber hinaus wurden sogenannten 19 Familienurkunden ausgehändigt, das heißt an Familien mit mindestens zwei Mitgliedern aus mindestens zwei Generationen.
Die Gewinner verteilten sich auf die Verein wie folgt:
TSH Neuenhain mit 48 Preisträgern
ESSC mit 36 Preisträgern
TSG Altenhain / BSC Altenhain mit neun 36 Preisträgern
TG Bad Soden mit sieben 36 Preisträgern
Fw Feuerwehr mit drei 36 Preisträgern
Die beiden „Wiederholungstäter“ waren Waltraud Sieper, die ihr 50. Sportabzeichen bekommen hat, Karl-Heinz Machlowitz sein 58.! Des Weiteren feierten Waltraud Sieper, die 35 Jahre dabei ist, und Karl-Heinz Machlowitz, der 40 Jahre dabei ist, ihr jeweiliges Prüferjubiläum.

