Neuenhain (sk) – Als sich die Hauptstraße in eine Eventmeile verwandelte, die Luft nach Sommer, Gute-Laune-Trubel und regionalem Flair roch und ganz Neuenhain auf den Beinen war, da wusste man: Es war wieder so weit. Die traditionsreiche Neuehaaner Geeleriewekerb hatte am Samstagnachmittag, 1. August, pünktlich um 14 Uhr mit dem legendären 39. Geeleriewerennen in der Hauptstraße samt Bewirtungsangebot ihren ersten großen Publikumsmagneten gestartet.
Bereits kurz vor dem Start tummelten sich unzählige Besucher an der Strecke, um sich die besten Plätze zu sichern. Die Spannung lag förmlich in der Luft, als die Teams an den Start gingen. Im Mittelpunkt stand dabei das liebevoll gestaltete, in den leuchtenden Farben der gelben Rübe lackierte „Bob“. Das Prinzip verlangte absoluten Teamgeist und pure Muskelkraft: Ein Team bestand aus fünf Personen – vier schoben den hölzernen Flitzer mit vereinten Kräften an, während der fünfte Pilot im Gefährt saß und die Lenkung übernahm.
Youngsters on top
Besonders anspruchsvoll machte das Spektakel der Parcours mit insgesamt sechs Stationen – darunter herausfordernde Elemente wie Slalom und Sprint –, den die Teams bewältigen mussten. In diesem Jahr sorgte ein hoch motiviertes Teilnehmerfeld für packende Duelle und Begeisterung am Streckenrand. Mit dabei waren die Kerbe Minis (bestehend aus ehrgeizigem Nachwuchs), Rathaus-Blitz, Taucherblitz, Aleehaner Wuzzemädels (extra aus Altenhain angereist), Samba-Mamba, 1. SC Schnelles Helles und das Team Scotland.
Als diese orange-roten Gefährte mit lautem Anfeuern der Zuschauer über das Pflaster jagten und sich durch die Sektionen kämpften, gab es bei Alt und Jung kein Halten mehr.
Apropos Nachwuchs: Die Kerbe Minis haben bei diesem Kräftemessen direkt mal allen Erwachsenen gezeigt, wie der Hase – beziehungsweise die gelbe Rübe – läuft und gleich den ersten Platz abgeräumt. Da konnten die großen Konkurrenten nur staunend hinterherblicken!
Party-Power am Abend
Die Atmosphäre an diesem Nachmittag war schlichtweg elektrisierend. Entlang der Strecke feuerten Jung und Alt die Teams lautstark an, während die ersten kühlen Getränke und regionalen Spezialitäten für beste Erfrischung sorgten.
Wer nach dem rasanten Rennen direkt weiterfeiern wollte, musste nicht lange warten: Ab 15 Uhr öffneten offiziell der Kerbeplatz und das Kerbezelt, um die Gäste bei bester Laune zu empfangen. Und als am Abend um 19.30 Uhr die Partyband „Partyfritteuse“ im Kerbezelt die Bühne betrat, wurde der Festplatz endgültig in eine ausgelassene Partymeile verwandelt.
Das Programm ging rasant weiter
Auch für den Sonntag hatte die Kerb noch echte Highlights parat. Nach dem Ökumenischen Gottesdienst in der katholischen Kirche (10 Uhr) lud der Frühschoppen im Schoppegarten mit „Jörg Ratz“ (11 Uhr) zum Verweilen ein, bevor am Nachmittag um 14 Uhr der traditionelle Kerbeumzug durch die Straßen zog. Begleitet vom Kerbeplatz-Trubel, Kaffee und Kuchen im Zelt sowie dem großen Finale am Abend mit „Let’s Go Music!“ und der traditionellen Beerdigung der Kerb. Diese Kerb war am Wochenende das pulsierende Herz des Stadtteils.


