Fast die Hälfte der 200 Mitglieder kam zum Neujahrstreffen des Eschborner Landfrauenvereins, bei dem in der Eventlocation „Roof 119“ in der Hauptstraße auch das 70-jährige Bestehen des Vereins gefeiert wurde.Foto: Landfrauenverein
Eschborn (ew). Der Landfrauenverein Eschborn hat sein 70-jähriges Bestehen bei seinem traditionellen Neujahrstreffen gefeiert. Rund 100 Mitglieder kamen in der neuen Eventlocation „Roof 119“ in der Hauptstraße zusammen. Dort gab es ein schönes „Geburtstagsfest“ mit stilvoller Dekoration, leckerem Essen und Prickelndem zum Anstoßen.
Bürgermeister Adnan Shaikh würdigte die Arbeit der Landfrauen in seiner Ansprache. „Sie sind Leistungsträgerinnen unserer Stadtgesellschaft, ein Herzmuskel unserer Gemeinschaft“, sagte er. Der Verein, der zurzeit rund 200 Mitglieder hat, gehöre zu den größten im Landfrauenbezirk Frankfurt Main-Taunus.
Vereinsvorsitzende Susanne Fritsch stellte den Zusammenhalt in den Mittelpunkt. „Für mich persönlich sind die Landfrauen mehr als ein Amt oder eine Aufgabe. Sie sind ein Stück Heimat“, sagte sie. Der Verein habe sich in sieben Jahrzehnten immer wieder verändert und dennoch seine Wurzeln bewahrt. „Wenn ich an 70 Jahre Landfrauen denke, dann denke ich nicht zuerst an Zahlen oder Protokolle, sondern an Menschen“, sagte Susanne Fritsch. Vielmehr denke sie an „Frauen, die diesen Verein mit Leben gefüllt haben – mit Ideen, Tatkraft, Zeit und ganz viel Herz“. Sie hätten Verantwortung übernommen, organisiert, geplant, zugehört, unterstützt und mit angepackt.
Ehrenvorsitzende Ingeborg Gritsch und Ehrenmitglied Waltraud Fendel erinnerten an frühere Zeiten und an den Wandel von einer klassischen Landfrauenvereinigung hin zu einer offenen Gemeinschaft für Frauen aller Generationen. „Wir haben einfach gesagt, bei uns kann jede mitmachen“, sagte Ingeborg Gritsch.
Der aktuelle Vorstand hat es sich zur Aufgabe gemacht, daran anzuknüpfen. Das hob auch Susanne Fritsch hervor. „Was unseren Verein ausmacht, ist die Fähigkeit, sich immer wieder weiterzuentwickeln“, sagte die Vorsitzende. Jede Generation habe ihre eigenen Themen, ihre eigenen Ideen und Schwerpunkt eeingebracht. Dabei sei Bewährtes bewahrt worden, aber auch Neues zugelassen worden. „Genau diese Mischung aus Tradition und Offenheit macht die Eschborner Landfrauen so lebendig.“
Zum Abschluss ehrten die Landfrauen langjährige Mitglieder. Für 25 Jahre Zugehörigkeit wurden Petra Kümmel, Monika Heffels und Ann-Kathrin Scherer ausgezeichnet. Letztere wurde von ihrer Mutter gleich nach der Geburt in dem Verein angemeldet. In Abwesenheit wurde auch Ehrenvorsitzende Wilma Dahlem gewürdigt, die dem Verein beinahe seit seiner Gründung angehört.
Ein Vierteljahrhundert lang und zum Teil schon seit ihrer Geburt halten Ann-Kathrin Scherer, Petra Kümmel und Monika Heffels (von links) den Landfrauen die Treue. Vereinsvorsitzende Susanne Fritsch (hinten) zeichnete sie dafür aus. Foto: Landfrauenverein

