Eschborn (MS). Die wohlig-warme Stimmung im Saal stand im deutlichen Gegensatz zum Winterwetter vor der Tür beim diesjährigen Neujahrsempfang der Eschborner SPD. Rund 50 Parteimitglieder, aber auch einige Gäste aus anderen Parteien, waren dazu am Montagabend ins Bürgerzentrum nach Niederhöchstadt gekommen.
Fraktionsvorsitzende Eva Sauter und ihr Kreistags-Pendant Dr. Philipp Neuhaus nutzten die Gelegenheit, um die inhaltlichen Linien der SPD für die anstehende Kommunalwahl in Stadt und Kreis vorgestellt. Zentrales Thema war die aus Sicht der Sozialdemokratie zu geringe Geschwindigkeit bei politischen Entscheidungen und deren Umsetzung – vor allem in Eschborn.
Die ehemalige Bürgermeisterkandidatin kritisierte, dass in der Stadt wichtige Vorhaben seit Jahren nur „schleppend“ vorankämen. Das betreffe unter anderem den Wohnungsbau, den Verkehr und soziale Angebote. „Es fehlt an Geschwindigkeit“, sagte Eva Sauter. Viele Projekte seien bekannt, würden aber nicht konsequent umgesetzt. Die Erwartungen der Bürgerinnen und Bürger seien klar. Die Politik müsse schneller liefern.
Philipp Neuhaus verwies auf die enge Verbindung zwischen städtischen und kreisweiten Aufgaben. Stadt und Kreis stünden vor ähnlichen Herausforderungen. Dazu zählten der öffentliche Personennahverkehr, Schulen und der soziale Zusammenhalt. Entscheidungen müssten besser abgestimmt und zügiger getroffen werden. Nur so lasse sich Vertrauen erhalten. Beim Main-Taunus-Kreis sei allerdings das Problem, dass er anders als die Stadt Eschborn, nicht genügend Geld habe. Umso schlimmer sei es, dass die Kosten im Kreishaus „aus dem Ruder“ gelaufen seien. 270.000 Euro für jeden neuen Büroarbeitsplatz seien einfach zu viel, rechnete der Chef der SPD-Kreistagsfraktion vor.
Nach den Reden saßen die Genossinnen und Genossen noch lange beieinander und diskutierten über die Politik in Eschborn, im Kreis, in Deutschland und in der ganzen Welt. Einig war man sich darin, dass sich die Partei vor allem darum kümmern muss, die konkreten Probleme der Menschen zu lösen. Wenn das gelingt, könne man auch die AfD zurückdrängen.
Der Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion, Dr. Philipp Neuhaus, machte beim Neujahrsempfang den Eschborner Genossen Mut für die Kommunalwahl.MS/Foto: SPD
