Zwei außergewöhnlich engagierte Frauen

Martha Eichner (2.v.l.) und Angelina Schumacher (Mitte) wurden von Bürgermeister Adnan Shaikh, Erster Stadträtin Bärbel Grade (rechts) und der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten Alexandra Weiler (2.v.r.) am Sonntag mit der „Esche“ ausgezeichnet. Foto: Stadt Eschborn

Eschborn (ew). Die Stadtverwaltung hat den Weltfrauentag am vergangenen Sonntag zum Anlass genommen, um zwei Frauen zu ehren, die sich in besonderem Maße seit langem ehrenamtlich für das Wohl der Stadt und ihrer Bevölkerung einsetzen.

In Gegenwart von Mitgliedern des Magistrats, der Stadtverordnetenversammlung und des Jugendbeirats, von Vertreterinnen und Vertretern des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und der freiwilligen Feuerwehr und im Beisein von Freundinnen, Freunden und Bekannten erhielten Angelina Schumacher und Martha Eichner die „Esche“, den Stadtpreis für Frauenengagement im Ehrenamt. Die freiwillige Feuerwehr sowie die Ortsverbände der Rettungsdienste ASB und DRK sowie der DLRG Eschborn hatten die beiden Frauen für diesen Preis nominiert. Im Rahmen der Ehrung, die am Nachmittag in der „Alten Mühle“ stattfand, wurde zudem als dauerhaft sichtbares Zeichen eine Esche gepflanzt und mit einer Plakette versehen, auf der die Namen der Preisträgerinnen eingraviert sind. Der Baum wurde von der Firma Burkhard gesponsert, die nun auch die Pflege der Esche übernimmt.

„Die ‚Esche‘ würdigt in diesem Jahr zwei Helferinnen in Notsituationen. Mit der Ehrung der beiden engagierten Frauen aus der freiwilligen Feuerwehr und dem Sanitäts- und Rettungsdienst wird die Bandbreite weiblichen Engagements in der Notfallversorgung deutlich. Sie stehen stellvertretend für viele Frauen, die tagtäglich Verantwortung übernehmen, Leben retten und in Ausnahmesituationen Halt geben“, erklärte Erste Stadträtin Bärbel Grade.

Bürgermeister Adnan Shaikh sagte: „Vor dem Hintergrund einer zunehmend angespannten politischen Weltlage gewinnt der ehrenamtliche Einsatz in der Notfallversorgung eine besondere Relevanz.“ Während Unsicherheit und Spaltung zunehmen, stünden Ersthelferinnen für Solidarität, Menschlichkeit und demokratische Grundwerte. Die Verleihung der Esche setze somit ein „starkes Zeichen der Anerkennung“ und unterstreiche zugleich, wie unverzichtbar der Einsatz von Frauen für eine sichere und widerstandsfähige Gesellschaft in Eschborn sind.

Engagement bei Feuerwehr und DRK

Angelina Schumacher erbringt durch ihr Engagement als Teil der Feuerwehr Eschborn besondere Verdienste im Interesse des Eschborner Gemeinwesens. Seit August 2019 ist sie aktiv. Neben ihrem Dienst als Hauptfeuerwehrfrau trägt sie seit 2020 als stellvertretende Minifeuerwehrwartin Verantwortung für die Ausbildung von Nachwuchskräften. Sie beteiligt sich an zahlreichen Sonderaktionen der Feuerwehr Eschborn und wird von ihren Kameradinnen und Kameraden als verlässliche und engagierte Person geschätzt. Über die Grenzen Eschborns engagiert sich Angelina Schumacher auch als Kreiskinderfeuerwehrwartin im Main-Taunus-Kreis, wo sie die Kinder- und Jugendarbeit maßgeblich mitgestaltet und verantwortet.

Martha Eichner ist seit über 45 Jahren Mitglied beim DRK. Bereits 1990 unterstützte sie den Ortsverein Eschborn/Niederhöchstadt als Helferin und Teilnehmerin bei Gesundheitskursen. Seit 2002 bis heute ist sie Vorstandsmitglied des Ortsvereins und nahm in diesen fast 25 Jahren verschiedene Funktionen wie Schriftführerin oder stellvertretende Leiterin des Zuständigkeitsbereichs „Wohlfahrt und Soziales“ wahr. Hierbei organisierte sie unter anderem Blutspendetermine und Gesundheitskurse. Ebenso engagierte sie sich bei der Aktion „Bürger helfen Bürgern“.

Gemäß der städtischen Ehrenordnung kann die Stadt Eschborn Frauen oder Frauengruppen, die durch ihr ehrenamtliches Engagement im politischen, kommunalpolitischen, künstlerischen, wissenschaftlichen, wirtschaftlichen oder sozialen Bereich im Dienste des Eschborner Gemeinwesens besondere Verdienste erworben haben, den Stadtpreis für Frauenengagement im Ehrenamt verleihen. Vorschläge für den Ehrenpreis können von allen Eschborner Bürgerinnen und Bürgern eingereicht werden und sind eingehend zu begründen. Die „Esche“ wird in der Regel alle zwei Jahre verliehen.

Der Preis wurde seit dem Jahr 2000 fünfmal vergeben, zum letzten Mal im Jahr 2013. Insgesamt 13 Frauen ehrte die Stadt Eschborn auf diese Weise bisher für ihren Einsatz zum Wohl der Stadtgesellschaft.



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