Friedrichsdorf (bin). Hinsichtlich der anstehenden Kommunalwahl veranstaltete die FDP Friedrichsdorf ein Heringsessen am Aschermittwoch in Garniers Keller. Ehrengast des Abends war Svenja Hahn, stellvertretende Vorsitzende der Bundes-FDP und Mitglied des Europaparlaments.
Zudem informierte der Spitzenkandidat für die Kommunalwahl, Jochen Kilp, über den Ausgang der Haushaltsberatung in Friedrichsdorf. Im Mittelpunkt des Abends stand vor allem der rege Austausches der Bürger mit den Lokalpolitikern und der Europaabgeordneten über aktuelle Themen auf kommunaler, Landes-, Bundes- und Europaebene.
„Das Heringsessen veranstalten wir mittlerweile seit über zwanzig Jahren“, berichtete die stellvertretende Vorsitzende Evelyn Haindl-Mehlhorn. „Uns ist der rege Austausch untereinander, sowie auch kritische Fragen in diesem gemütlichen Ambiente sehr wichtig und wir legen grundsätzlich auf das persönliche Miteinander viel Wert.“ „Zum jährlichen Heringsessen laden wir immer einen hochrangigen FDP-Politiker ein, um auch über die Bundes- und Europapolitik an diesem Abend zu sprechen und darüber zu diskutieren“, fügte Vorsitzender Fabian Höhn hinzu. „Gerade über Europapolitik zu reden ist wichtig, da sie sich so fern anfühlt“, betonte Haindl-Mehlhorn.
Für diesen Abend konnte die FDP Friedrichsdorf Svenja Hahn MdEP gewinnen. Sie ist stellvertretende Vorsitzende der Bundes-FDP, Mitglied des Europaparlaments und dort Präsidentin der Allianz der Liberalen und Demokraten für Europa (ALDE), des gesamteuropäischen Dachverbandes der liberalen Parteien im Europaparlament. „Die Kommunalwahlen sind von großer Bedeutung, da sie grundsätzliche Rahmenbedingungen für die Politik schaffen, auch für Europa“, informierte die 36-Jährige. „Viele Bürger sind über die Politik frustriert, so gehört es auch zu meinem Job, Politik zu erklären und zu erläutern, was sie bewirkt.“
In ihrer Rede widmete sich Hahn unter anderem dem Mercosur Handelsabkommen, dem Bürokratieabbau sowie dem aktuell diskutierten Social-Media Verbot für Jugendliche. Zur Rolle Europas in der Welt, habe sie das Gefühl, wir fahren mit angezogener Handbremse bergauf. Im Zusammenhang mit dem Bürokratieabbau betonte Hahn den Wettkampf mit autokratischen Regimen. „Zudem schauen viele europäische Länder gerade jetzt auf Deutschland“, berichtet die Europaabgeordnete. „Und wir müssen begreifen, Europa alleine wird uns nicht retten!“
Jochen Kilp betonte: „Wir befinden uns in turbulenten Zeiten. Die Belastung der Bürger in Kommunen wurde erhöht und die Arbeit der Kommunen läuft unterm Radar. Es wird Hartnäckigkeit und Mut in der Politik gefordert und wir müssen uns bei Städtischen Ausgaben fragen, ob wirklich alles notwendig ist.“ Zudem beschäftigte Kilp die mangelnde Wahlbeteiligung bei den vergangenen Kommunalwahlen.
