Philipp-Reis-Schüler wandeln auf den Spuren der Antike

Geschichte zum Anfassen: Vor der beeindruckenden Kulisse des Kolosseums erkundeten die Lateinschüler der Philipp-Reis-Schule die Spuren des antiken Roms.Foto: privat

Friedrichsdorf (fw). Für viele Schüler gehört eine Klassenfahrt zu den Höhepunkten der Schulzeit. Für die Lateinschüler der Klassen 9G5 und 10G5 der Philipp-Reis-Schule wurde die Reise nach Rom jedoch zu weit mehr als nur einem Tapetenwechsel: Vom 4. bis 8. Mai 2026 konnten sie die Welt der Antike dort erleben, wo sie einst ihren Ursprung hatte.

Gemeinsam mit ihren Lateinlehrerinnen Frau Bechtold und Frau Barbotin machten sich 31 Schüler auf den Weg in die italienische Hauptstadt. Ziel der Fahrt war es, die Inhalte des Lateinunterrichts mit eigenen Augen zu entdecken und die Geschichte hinter den übersetzten Texten lebendig werden zu lassen.

Früh am Morgen des 4. Mai startete die Reise am Frankfurter Flughafen. Nach einem reibungslosen Flug führte der erste Spaziergang direkt zu einem der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt. Als das Kolosseum im Licht der untergehenden Sonne vor den Jugendlichen auftauchte, war die Begeisterung groß. Der erste Abend endete mit einem eindrucksvollen Blick auf das, vom Sonnenuntergang beleuchtete antike Prachtexemplar „Colosseo“, das viele bisher nur aus Büchern und Bildern kannten.

Antike Geschichte wird lebendig

Am Dienstag lernten die „discipuli“ die Innenstadt näher kennen: Mit selbst vorbereiteten Referaten gestalteten die Schüler ihre eigene Stadtführung. Zu den Stationen gehörten die Spanische Treppe, der Trevi-Brunnen, das Pantheon, die Piazza Navona, der Campo de Fiori sowie die Kirche der Tiberinsel, der Circus Maximus und die Kirche Santa Maria in Trastevere. Die monumentalen Bauwerke und weitläufigen Ruinen hinterließen bei den Jugendlichen bleibenden Eindruck. Besonders faszinierend sei gewesen, die Schauplätze aus den Lateinbüchern nun in Wirklichkeit zu sehen. Bei angenehmer Wärme stärkten sich die Klassen zwischendurch in einer Eisdiele mit 150 Sorten. Am Nachmittag bestiegen einzelne noch den Gianicolo, von dem aus man einen weiten Blick über die Stadt genießen kann. Viele zeigten sich erstaunt darüber, wie präsent die Zeugnisse einer mehr als 2.000 Jahre alten Kultur noch heute sind. Nach dem intensiven Besichtigungsprogramm stand ein freier Nachmittag auf dem Programm, den einige zum Entspannen nutzten, während andere den Tag bei Kartenspielen auf der Terrasse ausklingen ließen.

Natur und Kultur im Vatikan

Früh aufstehen hieß es am Donnerstag. Mit der Bahn ging es in den Vatikan, wo eine Führung durch die vatikanischen Gärten auf dem Programm stand. Bei strahlendem Sonnenschein entdeckte die Gruppe kunstvoll angelegte Brunnen, farbenprächtige Blumenbeete und sogar Schildkröten, die sich neugierig zwischen den Besuchern bewegten. Anschließend besichtigten einige Schüler den Petersdom, während andere die Atmosphäre in den Straßen des kleinsten Staates der Welt genossen.

Den Abschluss der Reise bildete ein gemeinsames Abendessen in einem typisch italienischen Restaurant. Danach zog es die beiden Klassen noch einmal in die Innenstadt. Bei einem Gruppenfoto und einem abschließenden Blick auf das abendlich beleuchtete Kolosseum wurde vielen bewusst, wie schnell die vergangenen Tage verflogen waren.

Am Freitagmorgen hieß es schließlich Abschied nehmen. Mit vielen neuen Eindrücken, vielen gemeinsamen Erinnerungen und einem noch lebendigeren Bild der antiken Welt kehrten die Schüler nach Deutschland zurück und landeten am Nachmittag wohlbehalten in Frankfurt.

Ein Bericht von Jasper Bachström (9G5) und Letizia Salluzzo (10G5).



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