Friedrichsdorf (fw) – 60 Jahre Engagement, Kameradschaft und Nachwuchsarbeit: Unter dem Motto „60 Jahre Jugendfeuerwehr Seulberg – unsere Vergangenheit – unsere Zukunft“ feierte die Jugendfeuerwehr Seulberg am vergangenen Samstag ihr 60-jähriges Bestehen. Im Mittelpunkt des Jubiläumstages standen dabei die Jugendlichen selbst: Insgesamt 18 Mannschaften der Jugendfeuerwehren aus dem Hochtaunuskreis waren der Einladung nach Seulberg gefolgt und traten bei einem großen „Spiele ohne Grenzen“ bei hochsommerlichen Temperaturen gegeneinander an – am Ende stand vor allem eines im Mittelpunkt: die Freude an der Gemeinschaft und die Zukunft der Feuerwehr.
Zehn Stationen, ein Ziel
Es wurde gelacht, gerannt, geraten und gemeinsam nach Lösungen gesucht: Beim großen Wettbewerb „Spiele ohne Grenzen“ erwarteten die jungen Feuerwehrleute zehn abwechslungsreiche Stationen. Dabei war längst nicht nur feuerwehrtechnisches Können gefragt. Geschicklichkeit, Schnelligkeit, Konzentration und ein gutes Zusammenspiel innerhalb der Mannschaften waren ebenso wichtig. Denn viele Aufgaben ließen sich nur gemeinsam erfolgreich bewältigen.
Parallel zu den praktischen Stationen mussten die Jugendlichen außerdem ein Quiz absolvieren. Die Fragen beschäftigten sich einerseits mit Themen rund um Feuerwehr und Brandschutz, andererseits war auch Wissen über Seulberg und seine Besonderheiten gefragt. An den verschiedenen Stationen mussten die Jugendlichen ihr Können unter Beweis stellen und gleichzeitig zeigen, wie gut sie als Team funktionieren. Damit wurde das Jubiläum zu einer Mischung aus Feuerwehrwissen, sportlicher Herausforderung und Ortskunde – und zu einer Gelegenheit, bei der sich die Jugendlichen aus den verschiedenen Wehren kennenlernen und miteinander messen konnten.
Eine besondere Herausforderung war allerdings das Wetter. Bei Temperaturen von nahezu 40 Grad kamen die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer ordentlich ins Schwitzen. Umso wichtiger war es, ausreichend Getränke bereitzustellen und auf regelmäßige Erfrischung zu achten. Trotz der hochsommerlichen Hitze gingen die Mannschaften mit großem Einsatz an die Aufgaben heran.
Burgholzhausen holt den Sieg
Am Nachmittag folgte schließlich die mit Spannung erwartete Siegerehrung. Den ersten Platz sicherte sich die Jugendfeuerwehr Burgholzhausen. Auf dem zweiten Platz folgte die Jugendfeuerwehr Hausen-Arnsbach, den dritten Platz belegte die Jugendfeuerwehr Grävenwiesbach.
Unabhängig von der Platzierung stand an diesem Tag jedoch vor allem das gemeinsame Erlebnis im Vordergrund. Denn bei einem Jubiläum wie diesem geht es um weit mehr als Pokale und Punkte. Die 18 Mannschaften zeigten eindrucksvoll, was Jugendfeuerwehr seit Jahrzehnten ausmacht: Teamgeist, Kameradschaft, Engagement und die Freude daran, gemeinsam Herausforderungen zu meistern.
Nachwuchs für die Feuerwehr
Mit dem Jubiläum blickte die Jugendfeuerwehr Seulberg deshalb nicht nur auf ihre inzwischen 60-jährige Geschichte zurück. Ganz im Sinne des Mottos „Unsere Vergangenheit – unsere Zukunft“ richtete sich der Blick ebenso nach vorne. Denn die Jugendlichen von heute sind ein wichtiger Teil der Zukunft der Freiwilligen Feuerwehren.
Die Jugendfeuerwehr Seulberg wurde 1966 als erste Jugendfeuerwehr in Friedrichsdorf gegründet und gehörte damit auch zu den ersten Jugendfeuerwehren im Hochtaunuskreis. Seit sechs Jahrzehnten bietet sie jungen Menschen die Möglichkeit, sich mit der Feuerwehr vertraut zu machen, feuerwehrtechnisches Wissen zu erlernen und gleichzeitig Gemeinschaft zu erleben.
Die Nachwuchsarbeit ist dabei ein wichtiger Baustein für die Zukunft der Freiwilligen Feuerwehren. Viele Jugendliche sammeln in der Jugendfeuerwehr erste Erfahrungen, lernen Verantwortung zu übernehmen und entwickeln Fähigkeiten, die weit über den späteren Feuerwehrdienst hinausreichen. Denn die Jugendlichen von heute sind ein wichtiger Teil der Zukunft der Freiwilligen Feuerwehren. Aus der Jugend von heute kann so der aktive Feuerwehrnachwuchs von morgen werden.
Zahlreiche Gäste gratulierten
Auch aus Politik und Feuerwehr waren zahlreiche Gäste nach Seulberg gekommen, um der Jugendfeuerwehr zum Jubiläum zu gratulieren und sich ein Bild von der engagierten Nachwuchsarbeit zu machen. Vor Ort waren unter anderem Friedrichsdorfs Bürgermeister und Brandschutzdezernent Lars Keitel, Stadtverordnetenvorsteher und Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbands Hochtaunus, Norbert Fischer, Kreisbeigeordneter Dr. Frank Ausbüttel in Vertretung von Landrat Ulrich Krebs sowie Mitglieder des Magistrats und der Stadtverordnetenversammlung. Auch die Feuerwehrführung des Hochtaunuskreises und der Stadt Friedrichsdorf war vertreten. Zu den Gästen gehörten Kreisbrandinspektor Martin Gonder, Kreisjugendfeuerwehrwart Maximilian Böttrich, Stadtbrandinspektor Pino Raguso, Stadtjugendfeuerwehrwartin Simone See sowie ihr Stellvertreter Daniel Hinkel.
Sie alle konnten erleben, mit wie viel Einsatz und Begeisterung die Jugendlichen bei der Sache waren. Gerade angesichts der hohen Temperaturen war die Leistung der Teilnehmer bemerkenswert.
Am Ende des Tages wurde deutlich, dass die Jugendfeuerwehren im Hochtaunuskreis gut aufgestellt sind und dass Kameradschaft und Zusammenhalt auch nach 60 Jahren nichts von ihrer Bedeutung verloren haben.
Die Jugendfeuerwehr Seulberg hat mit ihrem Jubiläum eindrucksvoll gezeigt: Wer auf eine starke Vergangenheit zurückblicken kann und gleichzeitig junge Menschen für die Feuerwehr begeistert, kann zuversichtlich in die Zukunft schauen.
Teamwork war gefragt: Insgesamt 18 Mannschaften aus dem Hochtaunuskreis stellten sich den abwechslungsreichen Aufgaben.





