Erhard Kaufhold leitet die StEG Fortsetzung von Seite eins

Bürgermeister Albrecht Kündiger, der in einer Pressekonferenz den Wechsel von Alfred Peter Keller zu Erhard Kaufhold bekanntgab, betonte nachdrücklich, dass er die Städtbauliche Entwicklungsgesellschaft für eine besonders wichtige Einrichtung in Kelkheim hält, besonders im Hinblick auf die Aufgaben der Zukunft, zu denen nicht zuletzt auch der so dringend benötigte Soziale Wohnungsbau gehöre. Und damit verbunden die Beschaffung von Grundstücken, die in Kelkheim besonders knapp sind. Er wies gleichzeitig darauf hin, dass der Aufsichtsrat der StEG inzwischen durch Mitglieder aller Parteien besetzt sei. Für Erhard Kaufhold der Einwurf, dass er keiner Partei angehört, dass er politisch unabhängig sei auch wenn er sich für Politik interessiere.

Der Hornauer, der lange Zeit die Finanzen der TuS betreute und inzwischen wieder im Vorstand der TuS nach einer Pause mitarbeitet, ist Bankfachmann mit einem Spezialwissen für Unternehmens-Finanzierungen, auch im Bewertungsbereich mit unternehmerischen Denken und Handeln. Nachdem er in den Ruhestand wechselte, für ihn eine Aufgabe für den Ruhestand.

Noch einmal der Rückblick: Der StEG ist es zu verdanken, dass es heute die Stadtmitte gibt. Das Aufkaufen der Grundstücke damals bezeichnet Kündiger als „gewaltige Sache“. Was hier geregelt worden sei, habe dem ganzen Ort gut getan.

Für die heutige StEG spricht Erhard Kaufhold von einer „kleinen, aber feinen Gesellschaft“. Er sieht auch Unterstützung in allen Parteien, ist aber erst am Anfang, auch mit Gesprächen. Der Aufsichtsrat, und das kennt er aus dem Bankensektor, habe aber das Sagen, eben die Politik in Kelkheim. Und die wird in diesem Fall von allen Parteien gesteuert.

Immerhin gehört zum Vermögen der StEG außer Sozialwohnen und anderen Grundstücken und Gebäuden auch das Pfarrzentrum, nicht unumstritten, was die Weiterverwendung als Museum anbelangt.

Hier werden die Stadtverordneten das letzte Wort sprechen. Und Kündiger ist sich sicher, dass das Abschlussgutachten des Architekten zeitgerecht vorliegen wird. Er macht aber auch klar: Mehr als die 850.000 Euro aus der Weilbacher Straße stehen nicht zur Verfügung. Die StEG selbst wird auch in Zukunft möglicherweise einen Zuschuss der Stadt benötigen – wo auch immer, da ist sich Kaufhold klar, gibt es wirtschaftliche Grenzen.



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