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Hilfe für Menschen, die von Gewalt betroffen sind

Ein Blick über den Tellerrand, so lautete ein Satz in unserem Bericht „Sauberes Wasser gegen Umweltzerstörung, Armut, Seuchen und Tod“ über die „Tools for Life-Stiftung“ im Haus Rothenberger. Das war vor vier Jahren. Und inzwischen wurde diese Serie fortgesetzt. Im vergangenen Jahr erhielt die Suchthilfe und Jugendberatung des Kreises diesen Preis. In diesem Jahr ist es die indische Hilfsorganisation „Jagori Rural Charitable Trust“, langjähriger Partner der Stiftung. In einer kleinen Veranstaltung wurde der Trust von Abba Bhaiya und Anoop Kumar vorgestellt.

Und die Freude über die Auszeichnung „HERO 2017“ im Tec-Center der Firma Rothenberger illustriert dieses Foto, aufgenommen in einer Pause bei der Preisverleihung: Abha Bhaiya, Mitbegründerin der indischen Frauenrechtsorganisation Jagori Rural Charitable Trust (Zweite von rechts), nahm die Auszeichnung entgegen, die das gesellschaftliche Engagement Ihrer Organisation würdigt und unterstützt. Der HERO (an Anlehnung an das Wort Held, Vorbild) wird jährlich im steten Wechsel von der Kelkheimer Tools for Life Stiftung benannt, die Menschen weltweit dabei unterstützt, Zugang zu Wasser, Energie und Bildung zu erhalten.

Das Preisgeld für den HERO kommt aus der Aktion „Spenden statt Schenken“ zusammen, die stiftungsnahe Unternehmen zu Weihnachten durchführen. 2017 waren es 8.000 Euro, die – ergänzt um 4.000 Euro weitere Spenden – bei Jagori Rural dafür genutzt werden, Ausbildungsprojekte für Jugendliche im ländlich geprägten Bundesstaat Himachal Pradesh in Nordindien zu finanzieren.

Rund 60 Frauen und Männer arbeiten in 150 Dörfern der bergigen Region und helfen mit diesen Ausbildungsprojekten 25.000 Menschen. Abha Bhaiya, Chanter Kanta und Anoop Kumar stellten die Arbeit der Organisation während der Preisverleihung vor. Ihre Ziele sind hochgesteckt: Sie streben den Wandel der patriarchalisch geprägten indischen Gesellschaft an – und treiben ihn zum Beispiel mit sogenannten Frauengerichten voran.

Diese helfen Menschen, die von Gewalt betroffen sind. Durch Gespräche mit Opfer, Täter oder Täterin, dem engeren und erweiterten Familienkreis und wenn nötig auch der Polizei oder anderen staatlichen Stellen einigen sich die Betroffenen auf eine Lösung. In der Mehrzahl der Fälle haben diese Gespräche Erfolg und die Lösungen Bestand. Themen übrigens, die in der letzten Zeit immer wieder in den Meldungen aus Indien und Pakistan auftauchen.

Die Tools for Life Stiftung unterstützt Projekte des Jagori Rural Charitable Trust bereits seit 2015.

Weitere Informationen zu Jagori Rural https://www.jagorigrameen.org/ und auf facebook https://de-de.facebook.com/jagori.grameen.

Das Foto zeigt von links Dr. Sandra Rothenberger, Vorsitzende der Tools for Life Stiftung, Anoop Kumar und Chanter Kanta, beide Projektkoordinatoren bei Jagori Rural, Abha Bhaiya, Mitbegründerin des Jagor Rural Charitable Trust, Prof. Dr. Dagmar Oberlies, Frankfurt University of Applied Sciences.

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