Gedenkgottesdienst für die Opfer des Nationalsozialismus

Die Evangelische Paulusgemeinde feiert seit über 20 Jahren einen Gedenkgottesdienst für die Opfer des Nationalsozialismus. 1996 wurde der 27. Januar (Befreiung des Konzentrationslagers Ausschwitz) vom damaligen Bundespräsidenten Richard von Weizäcker zum Gedenktag erklärt. Der Gottesdienst findet am Sonntag, 30. Januar, um 11 Uhr in der Katholischen Kirche St. Martin (Ausweichkirche seit der Pandemie, da in die Paulus-Kirche zur Zeit nur 25 Besucher dürfen und in St. Martin 59) statt.

Dieses Jahr stehen im Mittelpunkt - neben dem Gedenken an alle Opfer und das Mahnen zur Achtsamkeit, dass die Nationalsozialisten und Rechtsradikalen nicht noch mehr Aufmerksamkeit und Zustimmung bekommen – die Stolpersteine und das Schicksal von Theodor Brühl, für den im vergangenen Jahr ein Gedenkstein in der Liederbach Straße gelegt wurde.

Roswitha Fahrner, schon sehr lange in der Gemeinde in verschiedenen Bereichen aktiv, hat mit Pfarrerin Elisabeth Paulmann den Gottesdienst vorbereitet. Julian Wirth, Stadtarchivar, hat die Verbindung mit der Urenkelin Theodor Brühls hergestellt und diese hat der Gemeinde alle Unterlagen zukommen lassen.

Ebenso wurde Kontakt zu Roland Struwe, einem Lehrer der EDS, aufgenommen, dessen Schülerinnen und Schüler bei der Verlegung des Stolpersteins anwesend waren und einen Vortrag zu der Zeit des NS in Kelkheim gehalten hatten. Einige der Schüler kommen ebenfalls zu dem Gottesdienst und werden wieder zum Thema referieren.

Eine Anmeldung über die Homepage www.paulusgemeinde-kelkheim.ekhn.de ist gewünscht, es gelten die 2G-Regeln. Bislang musste jedoch noch niemand weggeschickt werden, das heißt, wenn jemand spontan kommen möchte, ist er/sie auch willkommen. Wichtig ist der Impfnachweis/Genesenennachweis.



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