Zum Jubiläum ein Blick ins Fotoalbum – fünfzig Jahre Ökumenischer Flohmarkt in Kelkheim

Kelkheim (kez) – Wenn diese Ausgabe der Kelkheimer Zeitung erscheint, dann rüstet man sich in den Kelkheimer Kirchengemeinden für den Ökumenischen Flohmarkt. Die Vorbereitungen zum „Fünfzigsten“ am 2. September in der Stadthalle laufen.

An diesem Tag werden sicher viele Erinnerungen an die Flohmärkte der vergangenen Jahre wach werden. Also blätterte der Kelkheimer Journalist und Fotograf Peter Hillebrecht, der mehr als vierzig Jahre lang die Kelkheimer Zeitung betreute, in seinem Archiv zurück in die Zeiten, da man noch nicht farbig, sondern schwarz-weiß auf Rollfilme in der Kamera fotografierte und nicht wie heute auf Chips. Deutlich ist auf den Schwarz-Weiß-Bildern von damals zu erkennen, dass die Angebote vielseitig waren und viele Besucher zum Ökumenischen Flohmarkt kamen, der erst unter freiem Himmel vor dem Rathaus stattfand, später dann im großen Saal in der Stadthalle. Ein Grund für den Umzug war: Wenn es regnete, dann hieß es, schnell die Stände zusammenpacken und Schluss machen oder abwarten, ob es sich noch einmal aufhellen würde.

Heute jenseits jeglicher Vorstellungswelt: Der Flohmarkt war Teil des Stadtfestes oder umgekehrt. Ein Ereignis, das damals zum Flohmarkt gehörte, war das Schubkarrenrennen auf dem holprigen Hornauer Pflaster. Groß das „Hallo“, wenn die „Mäderchen“ damals die jungen Kerle über die Hornauer Straße wuchteten. Eines lässt sich jedenfalls aus den Bildern schließen: Der Rathausvorplatz war proppenvoll, genauso das Zelt des Stadtfestes auf dem Stückes.

Der Umsatz beim Flohmarkt war entsprechend erfreulich – im Jahr 1998 wurden zum Beispiel rund 29.000 DM eingenommen. Auch jetzt sind die Einnahmen gut, erreicht werden fünfstellige Euro-Werte. Das Geld wird unter verschiedenen sozialen Einrichtungen in Kelkheim verteilt. Für Caritas, Diakonie, Rotes Kreuz und insbesondere für die Lebenshilfe sind die Zuschüsse sehr willkommen.

Das Stadtfest und vieles andere in Kelkheim sind Vergangenheit – aber der Ökumenische Flohmarkt lebt.



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