Hochtaunus (kw) – Bereits jetzt beginnt auf der Saalburg die Weihnachtszeit, denn die Ausstellung „Als Augustus die Welt schätzen ließ …“ wurde eröffnet, die bis in den Februar 2015 zu sehen sein soll.
Das Weihnachtsfest stellt unbestritten einen Höhepunkt im Jahreslauf dar und wird schon seit fast zweitausend Jahren gefeiert.
Welche Verbindung haben wir heute noch zum historischen Ereignis selbst? Wie hat sich die Festkultur, die Art und Weise, wie wir das Fest begehen, verändert?
Diesen Fragen widmet sich die Ausstellung und spannt einen kulturhistorischen Bogen aus der Frühzeit des Weihnachtsfests bis in unsere Tage. Hier steht insbesondere der Weihnachtsbaum, der heute als leuchtender Mittelpunkt des Festes kaum mehr wegzudenken ist, im Mittelpunkt. Seine Geschichte, die sich aus der spätantiken und mittelalterlichen Festkultur löst, wird nachgezeichnet. Neben dem prachtvollen Baum der Barockzeit, stehen schlichte Schmuckstücke der Biedermeierzeit und zerbrechliche Kunstwerke aus der Zeit des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts.
Neben den sicher positiven Rückblicken auf beschauliche Weihnachtszeiten zeigt ein Teil der Ausstellung auch die Schattenseiten des Weihnachtsfestes im Würgegriff von nationalem Pathos und politischer Ideologie. Mit gläsernen Bomben und Granaten als Christbaumkugeln aus der Zeit des ersten Weltkriegs präsentiert sich ein alles andere als friedliches Weihnachtsfest.
Mit diesem von Peter Knierriem, M.A., Leiter Museum Schloss Rochlitz in Sachsen, zusammengestellten Überblick knüpft die Ausstellung an vergangenen Ausstellungsprojekte im Römerkastell Saalburg an, die kulturhistorische Themen in der Antike beginnend über die Rezeption in wilhelminischer Zeit bis in die Neuzeit verfolgen und den Besuchern anschaulich vermitteln.
