Königstein – Die fünfte Königsteiner Soiree am Donnerstag, 12. Januar, die ab 19.30 Uhr im Auktionshaus Königstein in der Hauptstraße stattfindet, widmet sich dem Thema der nationalen wie lokalen Demokratiegeschichte: Rund ein Jahr nach dem Beginn des Projektes „Festung Königstein – Ort europäischer Demokratiegeschichte“ hat Christoph Schlott, Vorsitzender von Terra Incognita e.V. und Kopf des Projektes, eine kompetente Runde von Gesprächspartnern eingeladen, öffentlich dieses Thema zu diskutieren: „Was wir von Terra Incognita e.V. zusammen mit dem Kuratorium hier in Königstein versuchen, schwebt ja nicht im luftleeren Raum. Sowohl in der Region Rhein-Main als auch seit gut einem Jahr auf nationaler Basis beobachten wir Initiativen und Projekte, die unsere nationale wie europäische Demokratiegeschichte mit neuen Geschichten, mit neuem Gedankengut bereichern“, erläutert Schlott: „So gesehen sind wir hier in Königstein ein kleiner, aber prägnanter Baustein in einem Netzwerkvorhaben, dessen Ziel schlicht eine Veränderung des nationalen öffentlichen Bewusstseins hinsichtlich unserer demokratischen Grundwerte ist. Mainz, Rheinhessen und Königstein stehen da ganz am Beginn dieser Geschichte und allen drei Orten bzw. der Region Rheinhessen fehlt es bisher an einem ausgeprägten Bewusstsein für diese historische Tatsache“.
Andere Orte, auch im Rhein-Main-Gebiet, sind da traditionell bereits sehr viel weiter. Nicht zu erwähnen braucht man die Frankfurter Paulskirche: Sie gehört zur nationalen Identität. Aber einzelne Orte wie das „Georg-Büchner-Haus“ in Riedstadt-Goddelau oder das Projekt der KulturRegion FrankfurtRheinMain „Geist der Freiheit – Freiheit des Geistes“ zeigen, dass das Thema „Demokratiegeschichte“ noch nicht annähernd seiner Bedeutung gemäß behandelt, geschweige denn ausgeschöpft ist. „Wir haben beim Treffen des Netzwerkes nationaler Demokratiestätten auf dem Hambacher Schloss bei Neustadt vor einigen Monaten sehr aufmerksam zugehört“, erklärt Schlott: „Da spielte plötzlich das Datum 23. Mai in der Diskussion eine Rolle, unser Verfassungstag. Der aber hat schon wieder originär mit Königstein zu tun“. Nach Schlotts Ausffassung hat Königstein das Potential, mit seinen lokalen historischen Orten „Villa Rothschild“ und „Festung Königstein“ in der Demokratiegeschichte Deutschlands eine herausragende Rolle zu spielen, die sich auch auf das Selbstverständnis der Stadt auswirken würde: „Und mit dieser Meinung stehen wir von Terra Incognita e.V. längst nicht mehr alleine da!“. So findet sich zur fünften Soiree am 12. Januar nun also im Auktionshaus Königstein eine illustre und äußerst kompetente Runde zusammen, die das Thema „Demokratiegeschichte“ nicht nur aus Königsteiner Sicht diskutieren wird, sondern gerade auch die Bezüge in der Region in den Fokus nimmt. Erfreulich, dass sich neben Vertretern hessischer Institutionen auch das Land Rheinland-Pfalz mit Dr. Kai-Michael Sprenger vom dortigen Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur an der Runde beteiligt. „Ich hoffe, dass ist der öffentliche Beginn einer inhaltlichen Zusammenarbeit, von der Königstein profitieren könnte. Ich bin äußerst gespannt auf die Gesprächsrunde“, resumiert Schlott.
Platzreservierungen sind möglich unter E-mail terra-incognita[at]t-online[dot]de; es stehen maximal 90 Plätze zur Verfügung, der Eintritt ist frei.
